Zahlreiche innovative Konzepte bieten Kraftstoff-Einsparpotentiale Elektronik senkt Kraftstoffverbrauch

Der VDI-Kongress „Elektronik im Kraftfahrzeug“ zeigte unlängst anhand mehrerer Beispiele die Einsparpotentiale verschiedener Optimierungskonzepte im Kraftfahrzeug auf.

Zahlreiche innovative Konzepte bieten Kraftstoff-Einsparpotentiale

Der VDI-Kongress „Elektronik im Kraftfahrzeug“ zeigte unlängst anhand mehrerer Beispiele die Einsparpotentiale verschiedener Optimierungskonzepte im Kraftfahrzeug auf.

Klar ist, dass die größten potentiellen „Einsparungs-Hebel“ im Bereich der alternativen Antriebstechnologien liegen. Allerdings ist die Frage nach dem Zeitpunkt der Serienreife, beispielsweise der Brennstoffzelle, nicht ohne weiteres zu beantworten.

Systemoptimierung: elektrischen Leistungsverbrauch reduzieren, Wärme rückgewinnen

Einstweilen ist natürlich, so Dr. Tanneberger, VW AG, die Optimierung bestehender Technologien bedeutsam, und hier u.a. die Reduzierung der im Auto insgesamt verbrauchten elektrischen Energie. Um NEFZ-wirksame Effekte (NEFZ = Neuer Europäischer Fahrzyklus, engl. New European Driving Cycle, NEDC) zu erzielen, gilt es z.B., die mittlere Stromaufnahme von Steuergeräten im Vergleich zu ihren Vorgängermodellen zu reduzieren. Weitere beispielhafte Maßnahmen, elektrische Energie einzusparen, sind eine Begrenzung der Sitzheizung, die Optimierung der Einsatztemperatur für Kraftstoffvorheizer, die Reduzierung der Heckscheibenheizung und neue Konzepte der Lüftersteuerung. In diesem Zusammenhang wird auch deutlich, dass ein systematisches Energiemanagement unabdingbar werden wird. Der Mehrverbrauch durch die steigende Anzahl der Funktionen kann durch restriktive Priorisierung, durch Deaktivierung ungenutzter Komponenten und durch optimierte Power-Up- und Power-Down-Zeiten, durch bedarfs- und kontextorientierte Funktionsoptimierung gedämpft werden. Möglicherweise ist mittelfristig auch eine Kompensation über noch intelligentere Fahrerassistenzsysteme möglich, denn Stau-Umfahrung oder ein verbesserter Verkehrsfluss wirken sich positiv auf Verbrauchsund Emissionswerte aus.

Dr. Denner, Robert Bosch GmbH, sieht kurzfristig das beste Verhältnis von Verbrauchsreduzierung zu Aufwand in geeigneten Maßnahmen am Thermomanagement, in der Steigerung des Generatorwirkungsgrades sowie in Start-Stopp-Systemen.

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