Elektroenergiespeicher: Chance für die deutsche Industrie

Mit dem Einzug der Elektromobilität wächst der Markt für mobile und stationäre Energiespeicher weltweit rapide. Dadurch etablieren sich rund um den Globus neue Wertschöpfungsketten, die eine Chance für die deutsche Industrie darstellen.

Durch die beginnende Elektrifizierung von Antrieben in Pkws und mobilen Maschinen sowie der steigende Anteil erneuerbarer Energien an der Stromerzeugung wächst der Markt für Elektroenergiespeicher. Während asiatische Hersteller den portablen Bereich dominieren, etablieren sich in den mobilen und stationären Bereichen weltweit neue Wertschöpfungsketten. Diese stellen eine Chance für die exportorientierte deutsche Industrie dar.

Aus diesem Grund veranlasste das Bundeswirtschaftsministerium, eine Studie zum »Stand und Entwicklungspotenzial der Speichertechniken für Elektroenergie« zu erstellen. Die Fraunhofer-VKPartner-Studie, welche auf dem E-Motive-Expertenforum erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt wird, beleuchtet aufgrund aller Anwendungsfälle nicht nur die elektrochemischen, sondern auch die elektrischen sowie mechanischen Speichertechnologien.

Die in der Studie skizzierten Handlungsoptionen beschreiben Märkte von mehreren Millionen Einheiten von Elektroenergiespeichern, und damit die Chance neue Wertschöpfung in Deutschland zu generieren. Besonders die deutschen Automobilhersteller treiben die Diskussion um den Aufbau von Fertigungen von Lithium-Ionen-Akkus in Deutschland an. Wesentliche Impulse und Innovationen, bzw. der überwiegende Teil der Wertschöpfung werden der Studie nach vor allem aber in der Zulieferkette erfolgen.

Verschiedene Speichersysteme gilt es zu erforschen

Nach der Studie wird erwartet, dass zum Einsatz in mobile Anwendungen überwiegend elektrochemisch arbeitende Systeme kommen. Auf diesem Gebiet erwarten die Experten bis zum Jahr 2025 eine Gesamtspeicherkapazität zwischen 37,5 MWh (konservatives Szenario entsprechend nationalem Entwicklungsplan) und 129 MWh (progressives Szenario entsprechend Daimler/RWE). Auch aus diesem Grund werden sich die Wertschöpfungsketten deutlich verschieben.