Eberspächer: Umstrukturierung eingeleitet

Eberspächer wird am Standort Unna künftig nur noch Abgassysteme für Nutzfahrzeuge entwickeln, weshalb die dort angesiedelte Abgasanlagen-Kleinserienproduktion für Busse und Sondernutzfahrzeuge im dritten Quartal 2009 nach Neunkirchen umziehen wird.

Diese Maßnahme ist Teil von Eberspächers Strukturanpassung aufgrund der aktuellen Absatzsituation, denn mit dem Einbruch in der gesamten Nutzfahrzeugbranche ist auch die Nischenproduktion in Unna stark zurückgegangen. Durch die Verlagerung der Fertigung will der Esslinger Automobilzulieferer Fixkosten senken und eine bessere Auslastung der vorhandenen Kapazitäten am größten Standort der Unternehmensgruppe im saarländischen Neunkirchen erreichen.

Außerdem sind 62 Mitarbeiter aus Produktion und Verwaltung der insgesamt 118 Beschäftigten in Unna von der betriebsbedingten Kündigung betroffen. »Wir werden unseren Mitarbeitern einen fairen Vorschlag mit einer Regelung über freiwillige Abfindungszahlungen unterbreiten«, erklärt Dr. Thomas Wünsche, zuständiger Geschäftsführer Abgastechnik bei Eberspächer.

Das Entwicklungszentrum in Unna ist von der Strukturanpassung nicht betroffen. Dort betreibt Eberspächer ein Kompetenzzentrum für Systemlösungen zur Abgasnachbehandlung bei Nutzfahrzeugen nach heutigen und künftigen Emissionsvorschriften in Europa, USA und Asien.