Finanzen Eberspächer schafft Trendwende

Eberspächer Controls fertigt in Herxheim unter anderem Elektronikkomponenten für die Bordnetzstabilisierung für Fahrzeuge mit Start/Stopp-Funktion.

Nach den verheerenden Auswirkungen auf Umsatz und Ergebnis im abgelaufenen Geschäftsjahr will Eberspächer dank der Restrukturierungsmaßnahmen im Jahr 2012 wieder schwarze Zahlen schreiben und so den Weg aus der Krise meistern.

Mit Hilfe der eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen hat sich Eberspächer an die veränderte Nachfrage angepasst, sodass das Unternehmen künftig wieder schwarze Zahlen schreiben wird. "Dank zusätzlicher Aufträge in neuen Markt- und Technologiefeldern gehen wir davon aus, dass wir im Jahr 2012 wieder zu unserer alten Umsatzstärke zurückkehren“, erläutert der Geschäftsführende Gesellschafter Martin Peters anlässlich der Jahrespressekonferenz.

Der krisenbedingte Nachfragerückgang führte im abgelaufenen Geschäftsjahr zu einem negativen Konzernergebnis von minus 63 Mio. Euro und einem Umsatzrückgang von 40 Prozent auf 1.342 Mio. Euro (bereinigt waren es 33 Prozent weniger Umsatz). Auf den größten Geschäftsbereich Abgastechnik entfielen 1136,9 Mio. Euro Umsatz (entspricht minus 41 bzw. minus 32 Prozent nach der Bereinigung um durchlaufende Posten) und im Geschäftsbereich Fahrzeugheizungen sank der Umsatz um 35 Prozent auf 205,1 Mio. Euro. Als Reaktion auf die wirtschaftliche Lage hat Eberspächer an allen Standorten, in allen Geschäftsbereichen und Funktionen ein straffes Kosten-Management eingeführt und die personellen Kapazitäten an die gesunkene Nachfrage angepasst. Im Jahresdurchschnitt waren weltweit 5260 Stammmitarbeiter beschäftigt, 315 weniger als im Vorjahr. Darüber hinaus hat das Unternehmen auf den Einsatz von 400 Zeitarbeitskräften verzichtet. In Deutschland wurden 87 Stammarbeitsplätze abgebaut und in großem Umfang von der Kurzarbeit Gebrauch gemacht, die im Geschäftsbereich Fahrzeugheizungen auch in diesem Jahr in gewissem Umfang fortgeführt wird. Im Geschäftsbereich Abgastechnik hat Eberspächer sogar zwei Produktionsstandorte geschlossen. Das Auftragsvolumen aus diesen beiden Fabriken wurde in das Stammwerk im saarländischen Neunkirchen integriert – ebenso wie zahlreiche Produktionstätigkeiten, die zuvor von Lieferanten erledigt wurden. Seit Ende des Jahres ist das mit 1600 Mitarbeitern größte Werk der Eberspächer Gruppe wieder voll ausgelastet. Auch am Standort Herxheim, wo Eberspächer catem elektrische Fahrzeugheizungen produziert, wurde in geringem Umfang Personal abgebaut. Mittlerweile ist die Produktion auch hier wieder ausgelastet und die Kurzarbeit beendet. Zudem kam es an allen ausländischen Eberspächer-Standorten zu Personalabbau und zu zahlreichen strukturellen Veränderungen.