Geschäftsentwicklung Eberspächer kehrt in die Gewinnzone zurück

Nach den Einbrüchen im Krisenjahr 2009 ist die Eberspächer-Gruppe 2010 wieder in die Gewinnzone zurückgekehrt und konnte ihren Umsatz deutlich steigern. Als Ursachen sieht Eberspächer neben der konjunkturellen Erholung das wachsende Neugeschäft und die Ausrichtung auf strategisch wichtige Wachstumsmärkte.

2010 hat Eberspächer mit durchschnittlich 5.637 Mitarbeitern einen Umsatz von 1.934 Mio. Euro erwirtschaftet. Das sind 44 Prozent mehr als im Vorjahr beziehungsweise 36 Prozent nach Abzug durchlaufender Posten. „Im Vergleich zu anderen Unternehmen unserer Branche liegt der Umsatzzuwachs der Eberspächer-Gruppe deutlich über dem Durchschnitt“, betont der geschäftsführende Gesellschafter Heinrich Baumann. Das Konzernergebnis beläuft sich auf 34 Mio. Euro – nach einem Verlust von 63 Mio. Euro im Vorjahr.

Im größten Geschäftsbereich Abgastechnik lag der Bruttoumsatz bei 1.599 Mio. Euro, der um durchlaufende Posten bereinigte Nettoumsatz bei 820 Millionen Euro. Eberspächer profitierte hier von der gestiegenen Nachfrage nach hochwertigen Premiumfahrzeugen und den steigenden Exportquoten der deutschen Hersteller. Einen wichtigen Beitrag zur Umsatzentwicklung lieferte aber auch der Neuanlauf der Produktion von Abgasanlagen für Nutzfahrzeuge in den USA nach der neuen EPA-2010-Norm.

Sehr positiv entwickelt hat sich der Geschäftsbereich Klimasysteme. Hier stieg der Umsatz um 63 Prozent auf 335 Mio. Euro. Zum Zuwachs beigetragen haben alle Produktgruppen: brennstoffbetriebene und elektrische Fahrzeugheizungen ebenso wie die 2010 neu hinzugekommenen Busklimasysteme.

Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Eberspächer vom US-amerikanischen Carrier-Konzern den Busklimaspezialisten Sütrak übernommen und sich damit als Komplettanbieter für Klimatisierungs- und Beheizungslösungen im internationalen Busmarkt positioniert. Auch in der Abgastechnik hat Eberspächer sein Produktportfolio zielgerichtet ergänzt: Der von der Ricardo Deutschland GmbH zugekaufte Bereich Prototechnik wird aktuell zum Kompetenzzentrum für Leichtbau und Sonderserien ausgebaut.

Mit weiteren Investitionen in internationale Joint Ventures in Russland und Südkorea hat sich der Zulieferer den Zugang zu neuen Kunden – wie AvtoVAZ und Hyundai Kia - erschlossen. Zudem baut das Unternehmen seine Produktionskapazitäten mit neuen Werken in Russland und Brasilien weiter aus. Auch in Deutschland entsteht derzeit ein neuer Fertigungsstandort: In Wilsdruff bei Dresden wird Eberspächer künftig Nfz-Abgasanlagen nach der kommenden Euro-6-Norm herstellen.

Für das laufende Jahr erwartet der Geschäftsführer einen Umsatz von circa 2,5 Mrd. Euro und ein Ergebnis auf Vorjahreshöhe. In den kommenden drei bis fünf Jahren geht Baumann von einem überdurchschnittlichen Wachstum mit jährlich zweistelligen Zuwachsraten aus.