OLED im Automobil Die Marktreife ist in Sichtweite

Demonstrator einer mit OLED ausgeführten integrierten Rück- und Brems- und Blinkleuchte.
Demonstrator einer mit OLED ausgeführten integrierten Rück- und Brems- und Blinkleuchte.

Osram hat seine Produktstrategie für den Einsatz von OLEDs im Automobil vorgelegt. Spätestens ab 2016 rechnet Dr. Ulrich Eisele, bei Osram verantwortlich für den Bereich OLED, mit OLED in Serie auf der Straße.

Bereits im letzten Jahr konnte Osram mit Forschungserfolgen bei den organischen Leuchtdioden (OLED) aufwarten: Die Temperaturstabilität konnte  damals bei der kritischen Marke von 85 °C auf einen Rekordwert von mehreren Hundert Stunden gesteigert werden. Dr. Eisele berichtet, dass nach einem weiteren Jahr der Forschung die für einen Serieneinsatz noch zu überwindenden Hürden vergleichsweise niedrig sein. In diesem Jahr sei die Straßentauglichkeit erreicht, im darauffolgenden Jahr will das Unternehmen erste Sonderausstattungen ermöglichen, für 2016 wird der Serieneinsatz erwartet.

Da die OLED Flächenstrahler sind, eignen sie sich besonders für Anwendungen wie Rückleuchten. Hier eröffnen transparente OLED neue Designmöglichkeiten. Im Rahmen der electronica 2012 hatte Osram einen OLED-Demonstrator vorgestellt. Nun präsentiert das Unternehmen das Nachfolgemodell, das nicht nur im Bereich Rücklicht, sondern auch beim Bremslicht den Anforderungen an den Straßenverkehr genügt. Zudem besteht die Möglichkeit, die homogene Leuchtfläche in dynamisch ansteuerbare Segmente zu unterteilen und so, z.B. bei Betätigung der Fernbedienung für das Türschloss, eine spezielle Lichtszene abspielen zu lassen.