Diagnosefähiger Mikrosignalschalter

Marquardt hat mit den Baureihen 1060 und 1070 diagnosefähige Mikrosignalschalter für Anwendungen im Steuerstrombereich entwickelt. Die zum Patent angemeldetetn Schalter mit integrierter Schaltkreisüberwachung basieren auf der Baureihe 1065.

Für die neuen Mikrosignalschalter hat Marquardt in die Baureihe 1065 zwei zusätzliche Widerstände zur Diagnose integriert. Dadurch lassen sich die Schalter im Zusammenspiel mit einem Steuergerät Spannungs-codiert auswerten: Die Diagnose ermittelt die Schaltstellung des Schalters, prüft sämtliche Anschlussleitungen auf Unterbrechung bzw. Kurzschluss sowie die Kontaktstellen der Schalteranschlüsse und Steckverbinder.

Außerdem lassen sich mit den Baureihen 1060 und 1070 der benötigte Bauraum und der Bestückungsaufwand in der Anwendung reduzieren, zum Beispiel bei der Verwendung von Stanzgittern. Beim Einsatz als Wechselschalter kann aufgrund der Widerstandscodierung zusätzlich eine Anschlussleitung entfallen. Zudem sind die in Schutzart IP 67 ausgeführten Mikrosignalschalter äußerst robust gegen EMV-Einstrahlung und ESD.
 
Für Schaltsicherheit und langfristigen Einsatz sorgt ein redundantes, selbstreinigendes Schaltsystem mit schleifender Kontaktgabe - diese erfolgt geräuschlos, was für den Einsatz in akustisch sensiblen Bereichen von Vorteil ist. Mit einem großen Nachlaufweg ≥ 2 mm bei der Baureihe 1060 und der Option mit Anfahrschrägen (bis zu 40°) betätigt zu werden, lassen sich die Mikrosignalschalter flexibel in der Anwendung positionieren. Die kleine Schaltbetätigungskraft von < 1 N ist optimiert auf den Einsatz in Mechaniken mit geringen Kräften. Der Schaltspannungsbereich der beiden Baureihen liegt bei 5 bis 30 V (DC). Die mechanische Lebensdauer der Mikrosignalschalter ist mit 200.000 Schaltzyklen bei -40 bis +85 °C spezifiziert.