CO2-Emissionen Deutschland verzögert die Festlegung neuer Grenzwerte

Die Abstimmung der Botschafter der 27 EU-Staaten über den EU-Abgaskompromiss wurde auf Antrag der Bundesregierung auf den Herbst verschoben. Streitpunkt ist vor allem die Anrechenbarkeit von Elektrofahrzeugen.

Nachdem sich Vertreter von EU-Staaten, Europaparlament und EU-Kommission auf einen Kompromiss zu schärferen CO2-Grenzwerten ab 2020 geeinigt hatten, galt die Abstimmung der Botschafter eigentlich als Formsache. Da jedoch die Bundesregierung nach Presseberichten offenbar eine Sperrminorität zusammen bekommen hatte, gab die irische Ratspräsidentschaft nach und verschob die Abstimmung auf den Herbst.

Der EU-Abgaskompromiss sah vor, dass neu zugelassene Elektrofahrzeuge ab 2020 bei der Ermittlung des Flottenverbrauchs doppelt angerechnet werden können. Aus Sicht deutscher Autohersteller wäre jedoch ein deutlich höherer Faktor notwendig, um das Ziel von 95 Gramm CO2 je Kilometer zu erreichen. Zudem sollten vor 2020 produzierte Elektrofahrzeuge mitgezählt und ebenfalls berücksichtigt werden.