Elektrofahrzeuge Deutsche OEMs einigen sich auf modulares Stecksystem

Die Entwicklungsleiter von Audi, BMW, Daimler, Porsche und Volkswagen haben beschlossen, gemeinsam ein modulares Stecksystem zum Laden von Elektrofahrzeugen zu unterstützen. Der Kern des Stecksystems ist unter der Bezeichnung IEC 62196-2 Typ 2 zur Normierung für ein- bis dreiphasiges Laden mit Wechselspannung eingereicht. Eine Erweiterung für Gleichstrom befindet sich zurzeit in Entwicklung.

Das von namhaften Steckerherstellern in Zusammenarbeit mit der Automobilindustrie entwickelte Fahrzeugladestecksystem kommt dabei sowohl im Fahrzeug als auch in der Ladeinfrastruktur zum Einsatz. Die Steckverbindung ist sowohl für das Laden mit einphasigem als auch mit dreiphasigem Wechselstrom ausgelegt. Mit der Erweiterungskomponente des Stecksystems soll zudem das Laden mit Gleichstrom bereits 2013 realisiert werden. Die OEMs verfolgen das Ziel, kurzfristig Fahrzeuge und Infrastruktur für schnelles Laden verfügbar zu machen. So können hohe Gleichstromleistungen und entsprechend kurze Ladezeit realisiert werden.

Das modulare Stecksystem bestehend aus Kern und Erweiterung ist in allen gängigen Ladeszenarien verwendbar. Das Leistungsspektrum der Grundausbaustufe reicht vom einphasigen Laden an der normalen Haushaltssteckdose über das dreiphasige Laden an privaten oder öffentlichen Fahrzeugladestationen, die gegenwärtig im Aufbau sind. Mit der Erweiterung kann an Gleichstromladesäulen geladen werden, analog bereits vorhandener japanischer Systeme. Damit ist das System für alle zukünftigen Gleichstromladeklassen bis hin zu Schnell-Ladestationen vorbereitet und bietet die Möglichkeit einer Kommunikation über CAN oder PLC.

Die Sicherheit des Systems ist auch bei Verschmutzung und widrigen Witterungsbedingungen stets gewährleistet. Eine mechanische Verriegelung verhindert wirksam eine ungewollte Unterbrechung des Ladevorgangs.