Bosch auf dem Mobile World Congress 2017 Das Auto wird zur Lebensumgebung

Der weltweite Markt für vernetzte Mobilität wird weiter wachsen.
Der weltweite Markt für vernetzte Mobilität wird weiter wachsen.

Autos lernen zu kommunizieren: Schon in wenigen Jahren werden sie zum aktiven Teil des Internet der Dinge und können mit anderen Verkehrsmitteln oder dem Smart Home kommunizieren. Sie werden neben Wohnung und Arbeitsplatz zur dritten Lebensumgebung. Doch wie sieht das Auto der Zukunft aus?

Auf dem Mobile World Congress 2017 (MWC 2017) präsentiert Bosch seine Vorstellung der vernetzten Mobilität mit einem neuen Konzeptfahrzeug. Durch die Vernetzung wird das Auto zu einer weiteren Lebensumgebung neben der Wohnung und dem Arbeitsplatz. Mithilfe einer personalisierten Kommunikation zwischen Auto und Fahrer erleichtern verschiedene Dienste in Zukunft die Bedienung des Fahrzeugs.

Noch dazu ermöglicht das automatisierte Fahren freie Zeit. Zeit, die der Fahrer für andere Tätigkeiten nutzen kann: Auf dem Weg zur Arbeit schnell noch ein paar E-Mails schreiben oder per Videostream eine Folge der Lieblingsserie anschauen – mit dem autonomen Fahrzeug der Zukunft könnte das Wirklichkeit werden. Im neuen Konzeptfahrzeug von Bosch stecken verschiedene technische Entwicklungen, die diese Wirklichkeit etwas greifbarer machen:

So ermöglicht Driver Monitor Camera eine schnelle Gesichtserkennung und Personalisierung. Sobald der Fahrer eingestiegen ist, stellt sich das Auto auf ihn und seine individuellen Vorlieben ein: Es passt das Lenkrad und die Spiegel richtig ein, regelt die Innenraumtemperatur und sucht den richtigen Radiosender. Noch dazu erhöht die Fahrerzustandserkennung während der Fahrt die Sicherheit. Wirkt der Fahrer stark abgelenkt oder droht er gleich einzuschlafen, kann das Auto ihn warnen und so lebensgefährliche Situationen vermeiden.

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Bosch auf dem Mobile World Congress 2017

Vom 27. Februar bis 2. März präsentiert Bosch auf dem MWC 2017 seine smarten Lösungen rund um die vernetzte Mobilität.

Das Bosch-Fahrzeug verfügt außerdem über eine Gestenbedienung mit haptischer Rückmeldung. Durch Ultraschallsensoren kann der Fahrer spüren, ob seine Hand im richtigen Bereich ist. Doch nicht nur das: Führt er eine Geste aus, bekommt er eine spürbare Rückmeldung. Die Tasten auf dem Touchscreen fühlen sich dank dem haptischen Feedback wie realistische Knöpfe an. Somit wird das Bedienen von Infotainment-Anwendungen auch ohne hinzusehen möglich. Da der Blick des Fahrers somit häufiger auf der Straße bleibt, wird die Sicherheit beim Fahren zusätzlich erhöht.

Im Cockpit des Konzeptfahrzeugs wurden erstmals OLED-Displays (organische Leuchtdiode – organic light emitting diode) verwendet. Die beiden Außenspiegel werden durch ein Mirror-Cam-System ersetzt. Die Videosensoren lassen sich in der Innenausstattung integrieren, die Anzeige erfolgt über Displays nahe der A-Säulen rechts und links. Darüber hinaus passt sich die Darstellung an die Situation an: Bei Fahrten auf der Autobahn ist der Blick weiter nach hinten versetzt, um heranrasende Fahrzeuge früher erkennen zu können. Dagegen ist ein möglichst großer Blickwinkel für den Stadtverkehr wichtiger. Fahrten bei Nacht werden durch einen höheren Kontrast verbessert.

Mit dem Fahrzeug-Zugangssystem Perfectly Keyless wird der Autoschlüssel überflüssig. Stattdessen schließt der Fahrer sein Fahrzeug bequem mit dem Smartphone auf – auch das Starten des Motors funktioniert über das Smartphone. Den Sicherheitsschlüssel identifiziert das System automatisch und misst die Entfernung zum Fahrzeug. Erst bei einer Entfernung von weniger als zwei Metern wird die Tür entsperrt. Aber Achtung: Ohne Smartphone bewegt sich nichts. Nur wenn das System das Smartphone innerhalb des Fahrzeugs ortet, wird es auch gestartet. Somit haben auch Fahrzeugdiebe keine Chance mehr.