Continental schreibt schwarze Zahlen

Continental hat im zweiten Quartal 2009 nach vorläufigen Zahlen trotz erneuter Umsatzrückgänge im Vergleich zum Vorjahreszeitraum beim bereinigten operativen Ergebnis (EBIT) mit 283 Mio. Euro schwarze Zahlen geschrieben.

Auch das berichtete EBIT, vor Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte aus PPA sowie bereinigt um Konsolidierungskreisveränderungen und Sondereffekte, inklusive Abfindungszahlungen 2009 aus dem weltweitem Kostensenkungsprogramm, erreichte im zweiten Quartal mit 38,8 Mio. Euro den »Break-even«. Continental hielt außerdem die mit den Kredit gebenden Banken für das Ende des zweiten Quartals vereinbarten Finanzkennzahlen (Covenants) sicher ein. Im ersten Quartal 2009 lag das bereinigte EBIT mit -34,3 Mio. Euro noch im negativen Bereich.

Im ersten Halbjahr 2009 verringerte sich der Konzernumsatz auf Grund unerwarteter Markteinbrüche, wie den vollen Produktionsstopp von Chrysler im Mai und Juni, im Vergleich zum Vorjahreszeitraum nach vorläufigen Zahlen auf rund 9,06 Mrd. Euro (Vj.: rund 13,25 Mrd. Euro). Der Umsatz im zweiten Quartal 2009 betrug knapp 4,76 Mrd. Euro (Vj.: knapp 6,61 Mrd. Euro) und übertraf damit den Umsatz des ersten Quartals 2009 um rund 460 Mio. Euro. Das operative Konzernergebnis (EBIT) verringerte sich zwar im ersten Halbjahr 2009 auf -126,2 Mio. Euro (Vj.: 912,4 Mio. Euro) aber das EBIT im zweiten Quartal lag mit einem Plus von 38,8 Mio. Euro um mehr als 200 Mio. Euro über dem EBIT des ersten Quartals.


»Continental hat trotz der derzeitigen Lähmung durch die unklare Zukunft seine operativen Ziele erreicht. Das bislang umfassendste Kostensenkungspaket in der Unternehmensgeschichte, die Maßnahmen zur Forderungssicherung bei GM und Chrysler sowie die betriebene Anpassung des Unternehmens an das weiterhin sehr schwierige Marktumfeld zeigen zunehmend Wirkung«, erläutert Dr. Karl-Thomas Neumann, Vorstandsvorsitzender von Continental. »Es gibt trotz einer leichten Aufwärtsbewegung am Markt vorerst keinen Grund zur Entwarnung: Das Umfeld wird für Continental wie für die gesamte Zulieferindustrie auch im zweiten Halbjahr und darüber hinaus eine große Herausforderung bleiben. Es wäre daher kurzsichtig, sich in Anbetracht unseres engen Finanzrahmens alleine auf unsere operative Stärke zu verlassen, zumal die verbesserten operativen Margen auf Basis deutlich niedriger Umsätze generiert werden.« Neumann wies außerdem darauf hin, dass der Automobilzulieferer die Anzahl seiner Beschäftigten seit Beginn der Krise im September 2008 weltweit um rund 16.000 verringern musste.