Continental/Schaeffler: Übernahmepoker beendet, Wennemer geht

Durch eine Investorenvereinbarung mit Schaeffler hat Continental den Übernahmepoker abgeschlossen. Ergebnis ist ein verbesserter Angebotspreis und eine Minderheitsbeteiligung von Seiten Schaefflers. Nach dieser Bekanntgabe hat Manfred Wennemer, Vorstandvorsitzender von Continental, darum gebeten ihn von seinem Amt zu entbinden.

Als Vermittler und Garant für die Wahrung der Interessen von Continental wurde niemand geringerer als Altbundeskanzler Gerhard Schröder gewonnen. Das für Continental akzeptable Gesamtergebnis enthält einen auf 75 Euro je Aktie verbesserten Angebotspreis und einen zugesagten Nachteilsausgleich. Der neue Angebotspreis bedeuted einen zusätzlichen Betrag von rund 800 Millionen Euro für die Conti-Aktionäre bzw. einer Prämie von 39 Prozent.

In der unbefristeten Vereinbarung, die frühestens im Frühjahr 2014 gekündigt werden kann, wurden umfangreiche Regelungen zum Schutz der Interessen von Continental sowie ihrer Aktionäre, Mitarbeiter und Kunden getroffen. Außerdem sagte Schaeffler verbindlich zu, das Engagement bei Continental innerhalb der nächsten vier Jahre auf eine Minderheitsbeteiligung von bis zu 49,99 Prozent zu beschränken. Darüber hinaus wird Schaeffler die bisherige Strategie und Geschäftspolitik von Conti unterstützen und keine Verkäufe oder Strukturmaßnahmen verlangen.