LIDAR Conti setzt auf ams-Chip-Satz

Der Automobilzulieferer Continental setzt bei einem laser-basierenden Hinderniserkennungssystem (LIDAR) auf einen Chip-Satz aus dem Hause austriamicrosystems (ams). Das entsprechende System wird derzeit in die Volumenproduktion überführt.

LIDAR-Systeme basieren auf einem unsichtbaren, im Rückspiegel integrierten Laser, der eine Zone von etwa acht Meter Abstand vor dem Fahrzeug ausleuchtet. Das von Hindernissen in der unmittelbaren Umgebung wie Autos oder Fußgängern reflektierte Licht wird zur Entfernungsbestimmung verwendet; ggf. wird automatisch ein Bremsvorgang ausgelöst. Diese Sicherheitsfunktion wird von Automobilherstellern unter den Bezeichnungen „City Safety“ oder „Active City Stop“ vermarktet.

Da Licht eine Distanz von 30 cm in nur einer Nanosekunde zurücklegt, wird zur Realisierung des Systems eine Hochgeschwindigkeitsmesstechnik eingesetzt. Austriamicrosystems liefert für das Conti-System einen 3-Kanal-Verstärker und einen Mixed-Signal-IC. Der Verstärkerbaustein erkennt reflektierte Lichtsignale, die von einer in den Rückspiegel integrierten Fotodioden-Empfängermatrix aufgefangen werden. Er wird in austriamicrosystems’ 0.35µm-SiGe-Technologie gefertigt die eine Transitfrequenz von bis zu 70 GHz bietet. Der in 0,35 µm CMOS gefertigte Mixed-Signal-IC beinhaltet einen schnellen 3-Kanal-Flash-ADC. Der Digitalteil steuert den Laser, führt die Laufzeitmessung durch und kommuniziert per SPI mit dem Mikrocontroller des Steuergeräts.

Dr. Lutz Kühnke, Leiter Sensor Front End Development bei Continental, fügt hinzu: “Zusammen mit unserem Partner austriamicrosystems bieten wir eine kostengünstige Lösung für die aktive Sicherheit, die die Zahl der Unfälle verringert und Leben rettet.“