China wird führender Kraftfahrzeug-Hersteller China, die gelb-grüne Herausforderung

China ist bereits die Weltfabrik für Elektronik. Jetzt wird das Land auch die Weltfabrik für Autos. Nach einer Studie von Strategy Analytics wird China 2009 als Kfz-Produktionsstandort an Japan vorbeiziehen und 2011 die USA überholen. Insgesamt werden einheimische und ausländische Hersteller nach der Studie dann dort 12,6 Millionen Fahrzeuge fertigen, fast doppelt soviel wie 2006.

China wird führender Kraftfahrzeug-Hersteller

China ist bereits die Weltfabrik für Elektronik. Jetzt wird das Land auch die Weltfabrik für Autos. Nach einer Studie von Strategy Analytics wird China 2009 als Kfz-Produktionsstandort an Japan vorbeiziehen und 2011 die USA überholen. Insgesamt werden einheimische und ausländische Hersteller nach der Studie dann dort 12,6 Millionen Fahrzeuge fertigen, fast doppelt soviel wie 2006.

Auch als Absatzmarkt strebt China an die Spitze. Das Land, in dem vor wenigen Jahren noch kaum privat genutzte Autos zu sehen waren, ist nach den USA weltweit bereits der zweitgrößte Absatzmarkt. Nach vorläufigen Zahlen lag der Absatz 2007 bei 8,7 Millionen Einheiten, eine Steigerung gegenüber dem Vorjahr um 20 Prozent, erklärte Zhu Yiping von der „China Association of Automobile Manufacturers“.

Deutsche Produzenten profitieren von diesem Boom: Alleine 2007 legte der Verkauf um ein Drittel zu. „Mit nahezu einer Million Pkw ist China inzwischen der wichtigste Auslandsmarkt für unsere Hersteller,“ sagt VDA-Präsident Matthias Wissmann.

Obwohl es über 100 Fahrzeughersteller in China gibt, teilen sich die zehn führenden Hersteller 90 Prozent des Pkw-Marktes (Tabelle 1). In jüngster Zeit wächst dabei der Anteil der rein chinesischen Marken, die nicht mehr über ein Joint Venture mit einem ausländischen Partner verbunden sind. Die chinesischen Produzenten bieten überwiegend Fahrzeuge im Niedrigpreissegment an und haben im Jahr 2007 einen Pkw-Marktanteil von 43 Prozent erreicht.

Konsolidierung ist eingeleitet

Die Branche ist derzeit noch geographisch zersplittert, die Werke über viele Standorte verteilt. Eine Konsolidierung ist jedoch abzusehen. Chinas größter Autobauer Shanghai Automotive Industry Corp. (SAIC) unterzeichnete Ende 2007 einen Vertrag zur Übernahme des kleineren Rivalen Nanjing Automobile Corp. (NAC). Dies ist der größte Zusammenschluss in der chinesischen Autoindustrie seit mehr als 20 Jahren. Nach der Vereinbarung wird SAIC 320 Millionen seiner Aktien an NAC abgeben sowie 210 Millionen Euro an die Muttergesellschaft zahlen. Der neue Konzern könnte bis 2010 einen Absatz von zwei Millionen Autos erreichen. Während SAIC in Gemeinschaftsunternehmen sowohl mit Volkswagen als auch General Motors kooperiert, arbeitete Chinas ältester Autohersteller NAC bislang mit dem Fiat-Konzern zusammen.