Car 2 Car Communication Consortium trifft sich bei Audi

Vertreter der wichtigsten Automobilhersteller trafen sich im Audi-Forum in Ingolstadt im Rahmen des ersten "Car 2 Car Forums".

Veranstalter der "Car 2 Car Forums" war das Car 2 Car Communication Consortium, das von den Automobilherstellern Audi, BMW, DaimlerChrysler und VW als gemeinnützige Einrichtung zur Entwicklung eines offenes Industriestandards gegründet wurde. Mittlerweile sind dieser Vereinigung, neben mehreren Zulieferern, auch Fiat, Honda, Opel, und Renault beigetreten.

Grundgedanke der Car-to-Car-Kommunikation ist des, den Erfassungshorizont des Fahrers zu erweitern. Die praktischen Anwendungsgebiete sind dabei zahlenmäßig kaum zu überblicken, sie lassen sich jedoch in drei Gebiete einteilen:

  1. Sicherheit: Hinweis auf Gefahrenstellen, Unfälle; der nachfolgende Verkehr kann so, vor allem an unübersichtlichen Stellen rechtzeitig gewarnt werden.
  2. Verkehrseffizienz: Warnung vor Staus; Fahrzeuge können sich gegenseitig über drohende Staus oder Ampelschaltungen informieren und so unnötiges Beschleunigen vermindern.
  3. Komfort: Austausch von Nutz- oder Unterhaltungsdaten; Parkhäuser können frei Parkplätze direkt an Navigationssysteme vorbeifahrender Fahrzeuge melden. Der Fahrer findet so schnell und einfach einen freien Parkplatz.

Eine der derzeitigen Hauptaufgaben des Consortiums ist es, eine einheitliche Frequenz für die Fahrzeug-zu-Fahrzeug-Kommunikation (und auch für die Fahrzeug-zu-Infrastruktur-Kommunikation) zu finden. Die spätere kostenfreie Verfügbarkeit wird ein wesentlicher Faktor für den Erfolg des Systems darstellen.

Nach Angaben des Consortiums kann in 3 bis 5 Jahren mit der Serienentwicklung entsprechender Systeme begonnen werden, was eine Markteinführung in etwa im Jahre 2013/14 bedeuten würde. Verschiedene Experten rechnen jedoch schon in 4 bis 5 Jahren mit der Verfügbarkeit erster Systeme.