Bürger fordern sparsamere Autos

Die Bürger Europas fordern von den Europa-Abgeordneten, sich bei den kommenden Abstimmungen im EU-Parlament für schärfere CO2-Gesetze bei Neufahrzeugen stark zu machen. Der Verbrauch sollte so bis zum Jahr 2012 um 25 Prozent reduziert werden.

Für das Erreichen dieser Ziele forderten Friend of the Earth, in Deutschland vertreten durch den BUND, zusammen mit weiteren Partnern in Spanien, Großbritannien, Italien und Frankreich die Abgeordneten dazu auf, mehr Druck auf die Autohersteller auszuüben, um die Effizienz bei Neuwagen zu steigern.

Anfang September werden die Europa-Abgeordneten einen Gesetzesentwurf zur Verringerung der CO2-Emissionen der in Europa verkauften Fahrzeuge prüfen. Dieser besagt, dass der durchschnittliche CO2-Ausstoß ab dem Jahr 2012 auf weniger als 130 g CO2/km sinken soll. Heute liegt dieser Wert bei 160 g CO2/km. Außerdem sollen für Hersteller, die diese Grenzwerte nicht einhalten, Geldstrafen festgelegt werden. Ab 2012 fallen dann 20 Euro pro Fahrzeug für jedes Gramm an, das über dem Grenzwert liegt. Die weiteren Staffelungen sind:

Ab 2013: 35 Euro pro Fahrzeug für jedes Gramm C02
Ab 2014: 60 Euro pro Fahrzeug für jedes Gramm C02
Ab 2015: 95 Euro pro Fahrzeug für jedes Gramm C02

Im Jahr 1998 hatte sich die Automobilindustrie selbst verpflichtet, 2008 einen Durschnittswert von 140 g CO2/km zu erreichen, 2012 dann 120 g CO2/km. Derzeit betragen die durchschnittlichen Emissionswerte allerdings noch 160 g CO2/km.