Bosch-Team erhält Deutschen Zukunftspreis 2008

Bundespräsident Horst Köhler hat den Deutschen Zukunftspreis 2008 an das Forscher- und Entwicklerteam um Dr. Jiri Marek und Dr. Michael Offenberg von Bosch sowie Dr. Frank Melzer von Bosch Sensortec für ihre Leistungen in der Oberflächen-Mikromechanik verliehen.

Zum einen haben die Forscher Schlüsselprozesse für die Oberflächen-Mikromechanik entwickelt und damit die Voraussetzungen geschaffen, kleine, preiswerte, leistungsfähige und stromsparende Sensoren produzieren zu können. Zum anderen haben sie diese Technologie zur Serienreife gebracht und einen Weltmarkt für mikromechanische Sensoren erschlossen.

Mit seinem Preis für Technik und Innovation würdigt der Bundespräsident Forscher und Entwickler, die ausgehend von exzellenter Forschung überzeugende Projekte und Produkte auf den Weg in den Markt bringen, Arbeitsplätze schaffen und sichern sowie für Wohlstand in Deutschland sorgen. »Diese Auszeichnung des Bundespräsidenten für unser Team erfüllt uns mit Stolz. Sie ist zugleich Anerkennung und Motivation für alle unsere Mitarbeiter, die gemeinsam dieses Geschäftsfeld erfolgreich erschlossen haben«, erklärte Dr. Siegfried Dais, stellvertretender Vorsitzender der Bosch-Geschäftsführung. »Wir freuen uns, dass wir Forschern und Entwicklern ein kreatives und herausforderndes Umfeld bieten können als Basis für solche herausragenden Leistungen.«

Wenn das Auto registriert, dass es schleudert und sich selbst stabilisiert – jedes Mal stecken dahinter Sensoren, »elektronische Sinnesorgane«, mit denen die Technik ihre Umwelt wahrnimmt. Sensoren stellen Schlüsselelemente dar, wenn technische Geräte immer intelligenter auf die Ansprüche der Menschen reagieren sollen. Eine wichtige Voraussetzung dafür ist, dass die Sensoren deutlich kleiner, leistungsfähiger, preisgünstiger und energiesparender werden.

Dafür haben Marek, Offenberg und Melzer die Voraussetzungen geschaffen. Sie entwickelten neue Prozesse für die Herstellung von Sensoren auf Siliziumchips, für die »Oberflächen-Mikromechanik« und erschlossen den Weltmarkt in der Automobilindustrie. Damit gelang die industrielle Großserienfertigung für Micro-Electro-Mechanical Systems (MEMS).