Pilotprojekt Bosch entwickelt Diensteplattform für Elektromobilität

Die Bosch-Gruppe hat in Singapur den Zuschlag für ein Pilotprojekt bekommen, das eine software-basierte Diensteplattform für Elektromobililtät und die dazu erforderliche Lade- und Kommunikationsinfrastruktur umfasst. Mit Hilfe eines internet-basierten Dienstes finden die Fahrer nicht nur freie Ladesäulen, sondern können auch Ladevorgänge im Voraus reservieren.

Die Lösung ist offen und flexibel ausgelegt, so dass auch weiterführende Geschäftsmodelle oder Mehrwertdienste, wie die Buchung spezieller Öko-Tarife oder die Routen-Planung mit alternativen Transportsystemen integriert werden könnten.

So könnte der Fahrer von einem Diensteanbieter Routen-Vorschläge abrufen, welche die Reichweite seines Elektrofahrzeugs, verfügbare Ladesäulen und die aktuelle Verkehrslage berücksichtigen. Über Navigationsgerät oder Mobiltelefon würden Routen alternativ aufgezeigt werden, um das Ziel optimal auch bei Einbeziehung öffentlicher Verkehrsmittel erreichen zu können.

Die Bosch-Lösung basiert auf der Software Visual Rules, die es ermöglicht, Geschäftsregeln IT-gestützt und eigenständig zu definieren und anzupassen. Damit wird auch weiteren Unternehmen ermöglicht, sich mit ihren Geschäftsmodellen zu integrieren. Das können beispielsweise Betreiber von Parkhäusern oder Gebäudekomplexen sein. Diese Lösung ist leicht an bestehende Daten- und Energienetze zu adaptieren, so dass innerhalb der bereits vorhandenen Infrastruktur einer Stadt der Aufbau eines E-Mobilitätsnetzes individuell erfolgen kann. Die Diensteplattform ist offen ausgelegt, so dass sich auch konkurrierende beteiligen oder die Ladesäulen anderer Anbieter integriert werden können. Damit wird ein offener Wettbewerb um kreative Dienstleistungen rund um die Elektromobilität gezielt gefördert.

Federführend ist das Software- und Systemhaus der Bosch-Gruppe, das bei dieser Entwicklung auf die Erfahrung des Tochterunternehmens Innovations Software Technology GmbH zurückgreift, welches zum Jahreswechsel in Bosch Software Innovations GmbH umbenannt.