Bosch: 2009 wird eines der schwierigsten Jahre

Bosch erwartet für 2009 eines der schwierigsten Jahre seit langem. Grund ist die Weltwirtschaftslage, vor allem in der Automobilindustrie. Das abgelaufene Geschäftsjahr 2008 schloss Bosch mit einem Umsatzrückgang um 2,8 Prozent auf 45 Mrd. Euro ab.

Im ersten Halbjahr 2008 waren Umsatz und Ertrag noch insgesamt befriedigend, mit einem Umsatzanstieg von wechselkursbereinigt rund fünf Prozent. Das zweite Halbjahr und insbesondere das vierte Quartal brachten dann aber erhebliche Rückgänge. Der Umsatz von Bosch lag nach den jetzt vorliegenden vorläufigen Zahlen mit rund 45 Mrd. Euro um 2,8 Prozent hinter dem des Vorjahres.

Der unbefriedigende Geschäftsverlauf 2008 spiegelt sich auch in der Ergebnisentwicklung wider. Das Ergebnis vor Steuern lag 2008 voraussichtlich nur noch in einer Größenordnung von etwa 2,5 Prozent vom Umsatz und damit deutlich unter der Rendite des Vorjahres (acht Prozent).

Die größten Einbußen verzeichnete die Kraftfahrzeugtechnik mit einem Minus von sieben Prozent. Der Bereich Industrietechnik konnte dank des hohen Auftragspolsters ein Plus von 13 Prozent erzielen. »In den vergangenen Monaten ist der Auftragseingang allerdings auch hier erheblich zurückgegangen«, erklärte Franz Fehrenbach, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Bosch. Im Unternehmensbereich Gebrauchsgüter und Gebäudetechnik gab es im vergangenen Geschäftsjahr nur wechselkursbereinigt ein Plus von rund 2,5 Prozent, nominal lag der Umsatz in etwa auf Vorjahreshöhe.

Regional musste Bosch den stärksten Rückschlag in Nordamerika mit einem Minus von 15 Prozent hinnehmen. In Europa lag der Umsatz um 2 Prozent unter dem des Vorjahres. Auch in Asien gingen in den vergangenen Monaten die Umsätze zurück, so dass sich für das Gesamtjahr nur noch ein Wachstum von 2,3 Prozent ergibt.