Jubiläum Bosch: 15 Jahre ESP

Auch in den nächsten Jahren wird die ESP-Ausstattungsrate weiter zunehmen, u.a. getrieben durch gesetzliche Verpflichtungen.

Vor 15 Jahren startete Bosch die Serienfertigung des Elektronischen Stabilitäts-Programms (ESP) für Kraftfahrzeuge. ESP ist mittlerweile nach dem Sicherheitsgurt und noch vor dem Airbag das wichtigste Sicherheitssystem im Auto. Die EU hat im Sommer 2009 eine Verordnung verabschiedet, der zufolge vom November 2014 an alle neu zugelassenen Fahrzeuge in Europa mit ESP ausgerüstet sein müssen.

2009 hatten bereits 60 Prozent aller Neufahrzeuge ESP an Bord, in Deutschland sogar 80 Prozent. Weltweit war 2009 mit 36 Prozent gut jedes dritte Fahrzeug mit dem Schleuderschutz ausgestattet, 2012 erwartet Bosch bereits einen Anteil von rund 50 Prozent. Bosch hat das erste System für die Serie entwickelt und seit dem Produktionsstart 1995 bereits 50 Millionen Systeme gefertigt.

Bereits 1983 begannen bei Bosch Überlegungen, die Fahrzeugstabilität bei Vollbremsungen durch eine optimierte ABS-Regelung zu verbessern. Der Ansatz wurde in den Folgejahren weiter verfeinert und die zugehörige grundlegende Patentanmeldung durch Bosch erfolgte schließlich im Jahr 1987. 1990/91 erweiterten die Ingenieure die Funktion des Systems auf alle anderen Fahrzustände, also auch Beschleunigen und Rollen, und überführten ESP schließlich 1995 in die Serienproduktion.

Eine Vielzahl von Untersuchungen und Studien belegt mittlerweile, wie hilfreich ESP ist. Die US-Regierungsbehörde "National Highway Traffic Safety Administration" (NHTSA) schließlich hat als erste Institution weltweit eine gesetzliche Verpflichtung für ESP eingeführt. Dieser zufolge müssen vom September 2011 an alle Fahrzeuge mit einem zulässigen Gesamtgewicht von bis zu 4,5 Tonnen mit ESP ausgerüstet sein. Vergleichbare Regelungen gelten in Australien und Europa von November 2013 bzw. 2014 an. In Korea hat die zuständige Behörde gerade erst im Juli 2010 gleichlautende Pläne für eine ESP-Pflicht veröffentlicht.