BMWi-Wettbewerb: Sieger »IKT für Elektromobilität« stehen fest

Die Sieger des Technologie-Wettbewerbs »Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) für Elektromobilität«, den das Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie (BMWi) im Rahmen des Konjunkturpakets II ausgetragen hat, stehen fest und können sich auf staatliche Förderung freuen.

Der Förderungsschwerpunkt »IKT für Elektromobilität« der Bundesregierung hat sich zum Ziel gesetzt, IKT-basierte Schlüsseltechnologien und Dienste für die Integration der Elektromobilität in bestehende Energie- und Versorgungsnetze zu entwickeln und zu erproben. Eine beispielhafte Applikation hierfür ist die Entwicklung zukünftiger Batterietechnologien, die als mobile Stromspeicher genutzt werden können, um überschüssigen Wind- oder Solarstrom aus dem Netz zu entziehen und umgekehrt Strom ins Netz zurückspeisen, wenn Bedarf herrscht. Für die fünf Siegerprojekte werden insgesamt mehr als 100 Mio. Euro an Forschungsgeldern aufgewendet, wovon das BMWi rund die Hälfte beisteuert.

Im Rahme des Wettbewerbs waren die Teilnehmer dazu aufgerufen, Projektvorschläge für die F&E-Förderung bis zum 31- März 2009 einzureichen. Insgesamt beteiligten sich 36 Interessenten, aus denen eine unabhängige Experten-Jury nun die fünf Sieger-Konsortien kürte:

emobility: Ziel des unter der Konsortialführung von RWE geleiteten Projekts, ist die Entwicklung einer in das Energienetz integrierbare Lade-, Steuerungs- und Abrechungsinfrastruktur für E-Mobilität. Die Grundlage hierfür bilden IKT-basierte Systementwicklungen zur Realisierung einer lokalen emissionsfreien Mobilität unter Nutzung elektrischer Energie entsprechend dem vom Kunden gewünschten Energiemix. Durch die Verknüpfung mit der vom BMWi geförderten e-Energy-Modellregion »E-DeMa«, dem technischen Testmodul »Smart City Mühlheim«, dem Flottenversuch in Berlin und dem geplanten EU-Projekt »Grid-for-Vehicles« (G4V) soll eine umfassende Sichtbarkeit für das Thema hergestellt werden, die Ausgangspunkt für die Schaffung einer flächendeckenden Infrastruktur und einheitlicher Standards in Deutschland und der EU werden könnte.

E-Tour Allgäu: Das unter der Leitung der Hochschule Kempten geführte Projekt will die besonderen Merkmale des Allgäus für die Einführung der Elektromobilität nutzbar machen. Das Allgäu – als größte Tourismusregion Deutschlands – soll für die differenzierten Mobilitätsbedürfnisse von Einheimischen und Gästen offen sein, die insbesondere durch die spezielle Geographie bestimmt sind. Im Mittelpunkt des Allgäuer Mobilitätsprojektes steht die Vielfalt der Flotte – Fahrzeuge unterschiedlicher Art, unterschiedlicher Betreiber und unterschiedliche Nutzung sollen sich in einem einheitlichen IKT-System betrieben lassen.