BMW sägt Microsoft und AUTOSAR ab

Gegen den Trend will BMW mit Wind River und Intel an einer Open-Source-Plattform für seine künftigen Infotainment-Entwicklungen arbeiten. Dies meldet Strategy Analytics von einem Fachkongress zur Automobil-Elektronik in Ludwigsburg.

Auf der Veranstaltung gaben den Analysten zufolge Führungskräfte von BMW zu erkennen, das Unternehmen sei mehr als nur »interessiert« an der Linux-basierten Plattform-Entwicklung, die Wind River und Intel im Mai angekündigt hatten.

Die auf kommerziellem Linux basierende Plattform für Infotainment-Lösungen in Fahrzeugen soll es unter anderem ermöglichen, die bisher meist proprietären Infotainment-Lösungen zu ersetzen. Wind River wird die Plattform für den Intel Atom optimieren. Vorintegriert werden Netzwerk- und Multimedia-Anwendungen verschiedener Hersteller sein. So sollen etwa Spracherkennungs-Technologien von Nuance und Multimedia-Lösungen von SMSC dabei sein. Die neue Plattform wird voraussichtlich im Herbst auf den Markt kommen.

Wie Strategy Analytics ausführt, hat BMW sich im Gegensatz zu Fiat, Ford und anderen klar dagegen entschieden, Microsoft weiter in seine Fahrzeuge zu lassen. (Vielleicht sei es dem Unternehmen genug, so Autor Chris Webber, einer anderen großen Marke, nämlich Apple, eine vorrangige Rolle zukommen zu lassen). Auch hält BMW AUTOSAR nicht für die beste Lösung, um seine »connected« Hardware- und Software-Visionen für das Infotainment der Zukunft umzusetzen.