Forschungsprojekt VoLiFa2020 BMBF fördert Entwicklung einer volladaptiven Lichtverteilung

Schematische Darstellung des volladaptiven Beleuchtungssystems.
Schematische Darstellung des volladaptiven Beleuchtungssystems.

Eine Beleuchtung, die sich intelligent, stufenlos und in nahezu Echtzeit zielgerichtet an verschiedene Fahrsituationen anpassen kann – das ist das Ziel des Verbundprojekts VoLiFa2020. Das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) unterstützt dieses Projekt mit rund zwei Millionen Euro.

Unter der Leitung des Lichtsystemherstellers Hella bilden die Projektpartner Elmos Semiconductor, Merck, Porsche, Schweizer Electronic sowie die Universität Paderborn alle für die Projektschritte benötigten Kompetenzen ab. Das geplante Lichtsystem ermöglicht eine Beleuchtung, die sich intelligent, stufenlos und in nahezu Echtzeit zielgerichtet an verschiedene Fahrsituationen anpassen kann. Hierdurch können unterschiedlichste Straßenverhältnisse individuell und gezielt ausgeleuchtet und somit Gefahrensituationen deutlich schneller erkannt werden. Das BMBF fördert das Forschungsprojekt VoLiFa2020 mit rund 2,0 Millionen Euro.

Das Forschungskonsortium um den Lichtsystemhersteller Hella deckt nahezu die gesamte Forschungs- und Wertschöpfungskette eines Scheinwerfersystems von der Entwicklung bis zum Anwender ab. Während das Chemie- und Pharmaunternehmen Merck mit der Entwicklung spezieller Flüssigkristalle die Grundlage für die Fertigung des Lichtsystems liefert, entwerfen die Chip- bzw. Hardwarehersteller Elmos Semiconductor und Schweizer Electronic die elektronischen Bausteine bzw. kundenspezifische Leiterplatten. Hella ist für die Erforschung des optischen Systems sowie die Integration der unterschiedlichen Komponenten in ein Gesamtsystem verantwortlich. Das L-LAB, Forschungsinstitut für Lichttechnik und Mechatronik der Universität Paderborn und der Automobilhersteller Porsche erarbeiten die Systemanforderungen unter besonderer Berücksichtigung von subjektiven Wahrnehmungsaspekten aller Verkehrsteilnehmer.

Für die Projektbeteiligten sind die Verwertungsperspektiven für das zu entwickelnde Scheinwerfersystem vielfältig und reichen vom Einsatz im PKW über die Übertragung auf weitere Fahrzeugklassen wie LKW und Busse bis hin zur Verwertung einzelner Komponenten des Projekts in anderen Industriesektoren. Aufgrund des wachsenden Verkehrsaufkommens, des steigenden Sicherheitsbedürfnisses sowie dem Trend zu immer umfangreicheren Fahrassistenzsystemen ist von einer beträchtlichen Nachfrage nach intelligenten Beleuchtungssystemen auszugehen.