Billigautos kommen gewaltig

Der globale Low-Cost-Markt für Pkws und leichte Nutzfahrzeuge wird stark wachsen. Im Zeitraum von 2007 bis 2019 erwartet Polk eine Zunahme der Produktion um über 70 Prozent. Schwerpunkt werden die Schwellenländer in Asien sein.

In den kommenden zehn Jahren soll die globale Produktion von Automobilen mit einem Preis von unter 10.000 Euro auf über 16 Millionen steigen. 2007 lag sie bei 9,4 Millionen Einheiten. Damit wird die Low-Cost-Produktion um über 70 Prozent steigen, während die Gesamtproduktion Polk zufolge um 30 Prozent zulegt. 2007 entfielen schon fast vierzehn Prozent der Gesamtproduktion auf das Segment der preisgünstigen Fahrzeuge.

Eine starke Expansionsphase erwarten die Marktforscher schon mittelfristig für den Zeitraum von 2008 bis 2011. Hier werden neue Modelle wie der Tata Nano, der VW Up! oder die Stufenhecklimousine von Toyota mit dem Codenamen EFC auf dem Low Cost-Markt eingeführt werden.

Die Schwellenmärkte Asiens werden für die Produktion der Billigautos die wichtigste Rolle spielen. Bereits heute wird hier mit 4,7 Millionen Einheiten die Hälfte der Billigautos hergestellt. Die andere Hälfte verteilt sich relativ gleichmäßig auf Latein Amerika, Europa, Russland und Japan. Die Produktion der Low-Cost-Modelle orientiert sich noch hauptsächlich an der lokalen Nachfrage. Doch sind auch Exportströme zu erkennen.