Bei der Ausstattung wollen Autokäufer den gewohnten Standard

Da sich die Käufer derzeit massiv verweigern ein neues Auto zu leisten steckt die Automobilindustrie in der Krise. Aber laut einer Befragung der Marktforscher von puls möchten 58 Prozent nicht auf den gewohnten Standard bei der Ausstattung verzichten.

Ist dies der Zeitpunkt, Autos billiger herzustellen, um die Kaufentscheidung zu erleichtern? Vor diesem Hintergrund befragte das Marktforschungsinstitut puls 1000 an einem Autokauf interessierte Personen, auf welche Features sie am ehesten im Auto verzichten könnten.

Überraschend ist, dass 58 Prozent der Befragten es sich nicht vorstellen können, ein Auto zu kaufen, das für einen deutlich niedrigeren Preis auf viele Features und Leistungsmerkmale verzichtet. »Dies ist für die Autoindustrie ein  durchaus erfreuliches Zeichen. Die Hersteller werden also in keinen Abspeckwettbewerb von den Kunden getrieben«, zieht Dr. Konrad Weßner, General Manager von puls, Bilanz. »Das Logan-Prinzip eines Billigautos ist also nicht auf andere Hersteller übertragbar«.

Am ehesten können sich Autokäufer bei folgenden Leistungsmerkmalen vorstellen Verzicht zu üben: 26 Prozent wären bereit, auf ein Lederlenkrad zu verzichten, 23 Prozent auf beheizbare Außenspiegel, 21 Prozent auf hochwertige Lacke und 20 Prozent auf einen CD-Player. Hier besteht Einsparpotenzial, die Hersteller könnten hier noch am ehesten den Rotstift ansetzen.

Nach der Befragung von puls sind nur 16 Prozent bereit auf Motorleistung zu verzichten, einen ähnlichen Wert erzielt die Klimaanlage. Am schwersten fällt der Verzicht beim Radio (7 Prozent) oder bei der Servolenkung (8 Prozent). Im unteren Prozentbereich befinden sich hochwertige Werkstoffe, ESP und Zentralverriegelung, die von jeweils 13 Prozent der Befragten als verzichtbar eingestuft werden.

»Die Erhebung zeigt, dass die deutschen Autofahrer an die hohen Standards gewöhnt sind und diese auch in schwierigen Zeiten beibehalten wollen«, erklärt Weßner. Die deutschen Autokäufer wollen momentan eher abwarten, statt sich für ein billiges Auto zu entscheiden.