VDMA Bau- und Baustoffmaschinen-Markt hat sich erholt

Die Baumaschinen-Branche trifft sich auf der bauma, die vom 15 bis zum 21 April 2013 in München stattfindet.
Die Baumaschinen-Branche trifft sich auf der bauma, die vom 15 bis zum 21 April 2013 in München stattfindet.

In den letzten drei Jahren ist die internationale Nachfrage nach schwerem Baugerät wieder gestiegen. Sorgen bereiten der Branche allerdings China und die von der Eurokriese stark betroffenen Länder sowie verschärfte Abgasvorschriften in der EU.

Hatten die Baumaschinen-Hersteller vor drei Jahren noch massiv mit den Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise zu kämpfen, ist die Situation inzwischen deutlich besser geworden. „Der internationale Markt für Bau- und Baustoffmaschinen hat sich seit Anfang 2010 wieder erholt. Für 2013 rechnen wir nach der aktuellen Delle mit einer leichten Belebung im zweiten Halbjahr, so dass der von deutschen Herstellern 2012 erzielte Gesamtumsatz von 12,5 Milliarden Euro wieder knapp erreicht werden sollte“, sagte VDMA-Präsident Dr. Thomas Lindner auf der bauma 2013 in München. Die Exportquote der Bau- und Baustoffmaschinenindustrie liegt bei 73 Prozent. 39 Prozent der Exporte gehen in die EU. Die Märkte in Griechenland, Portugal und Spanien, aber zunehmend auch Italien und Frankreich sind allerdings kräftig abgerutscht. Auch der schwache chinesische Markt bereitet den Herstellern Sorgen. 2012 ist der Absatz der Deutschen dort um 25 Prozent eingebrochen. „Gerade im Bereich der Standardmaschinen haben die Chinesen in den letzten Jahren erheblich aufgeholt. Für viele unserer Unternehmen sind sie mittlerweile zu ernsthaften Wettbewerbern geworden“, so Lindner.

Erschwert wird die Stellung deutscher Unternehmen auf den Weltmärkten auch durch die Einführung verschärfter Abgasvorschriften in der EU. Betroffen sind davon vor allem solche Hersteller, die ihre Maschinen nicht nur in Europa und den USA, sondern auch in andere Länder verkaufen. „Da dort die Regelungen nicht gelten und es den nötigen schwefelarmen Diesel für den Betrieb der besonders abgasarmen Dieselmotoren dort nicht gibt, müssen sie in ihren Werken jeweils zwei Varianten von ein und derselben Maschine bauen“, erläuterte der VDMA-Präsident.

Die in Deutschland ansässigen Bergbaumaschinenhersteller waren von der Finanz- und Staatsschuldenkrise kaum betroffen. Seit 2007 haben sich die Umsätze jährlich um durchschnittlich etwa 13 Prozent erhöht. 2011 lag der Zuwachs bei 27 Prozent. 2012 konnte der Umsatz nochmals um 28 Prozent gesteigert werden auf insgesamt 6,2 Milliarden Euro. Die Hersteller rechnen damit, diesen Umsatz auch 2013 halten zu können.