BASF kommerzialisiert Argonnes Li-Ion-Batterietechnologie

Das Argonne National Laboratory (ANL) und BASF haben ein weltweites Lizenzabkommen unterzeichnet, gemäß dem BASF die Massenproduktion und die Vermarktung des von ANL patentierten Kathodenmaterials für Li-Ion-Batterien übernimmt.

Auf Basis der von ANL patentierten Kathodenmaterial-Zusammensetzung produziert BASF in seinem US-Werk Beachwood (Ohio) neuartige Lithium-Ionen-Batterien. Darauf aufbauend plant BASF weitere Batteriematerialien zu entwickeln und eine der größten Kathodenmaterial-Produktionsstätten Nordamerikas in Elyria (Ohio) zu errichten.

Das für BASF lizenziert Kathodenmaterial ist nur eines von vielen Patenten auf dem Gebiet der Lithium-Ionen-Batterietechnologie die ANL, als eine zum US-amerikanischen Energieministerium zugehörige Forschungseinrichtung, im Rahmen des US-Regierungsprogramms für Elektromobilität »DOE’s Vehicle Technology Program« entwickelt hat. Mit Hilfe der Vermarktung des Kathodenmaterials durch BASF erhoffen sich die Beteiligten Lithium-Ionen-Batterien mit höherer Lebensdauer und Leistungsfähigkeit sowie einer besseren Sicherheit im Vergleich zu heute verfügbaren Produkten.

Das Besondere des ANL-Kathodenmaterial ist seine Mixtur von lithium- und manganreichen Oxiden, mit denen sich der Entladezeitraum der Batterie ausweiten lässt. Außerdem verlängert der Einsatz dieses Materials die Lebensdauer der Batterie und verbessert die inhärente Sicherheit der Lithium-Ionen-Zellen. Dank der höheren Stabilität des ANL-Kathodenmaterials lassen sich darauf basierende Batteriesysteme mit einer höheren Spannung aufladen. Dies führt zu einer höheren Energiedichte gegenüber heute verfügbaren Li-Ion-Batteriesystemen.

»Partnerschaften wie diese, entsprechen exakt den öffentlich-privaten Investitionsvereinbarungen, die neue Arbeitsplätze schaffen und zugleich einen Beitrag für eine sauberere Umwelt leisten«, sagte Joseph Breunig, BASF Corporation President of Market and Business Development. »Mit Hilfe dieses Lizenzabkommens haben wir die Chance, Präsident Obamas Zielvorgabe zu erfüllen und im Jahr 2015 mehr als eine Millionen Plug-in-Hybrid-Fahrzeuge auf Amerikas Straßen fahren zu sehen«, ergänzt Eric Isaacs, Director des Argonne National Laboratory.