Banken beraten über Fusion von Continental und Schaeffler

Laut Bericht der Financial Times Deutschland haben die Gläubigerbanken von Continental und Schaeffler ein Treffen vereinbart, bei dem sie über die Zukunft der Konzerne beraten und prüfen, ob und wann es zu einer Fusion kommen könnte.

Am kommenden Freitag beraten die Gläubigerbanken von Continental und Schaeffler gemeinsam über die Zukunft der beiden Konzerne. Dabei gehe es vor allem darum, zunächst die Vorstellungen der beiden Seiten auszutauschen, wie es mit Schaeffler und Continental weitergehen könne und ob und wann es zu einer Fusion der Unternehmen kommen könnte. Des Weiteren verhandeln die Banken um eine Kapitalerhöhung bei Continental. Bereits Ende August dieses Jahres hatte der Aufsichtsrat grünes Licht für die Vorbereitung einer Kapitalerhöhung von bis zu 1,5 Mrd. Euro erteilt. Continental ist wegen der Übernahme der früheren Siemens-Tochter VDO mit rund zehn Mrd. Euro verschuldet. Im August 2010 wird ein Kredit von 3,5 Milliarden Euro fällig.

Schaeffler, das gut die Hälfte der Continental-Aktien hält und weitere 40 Prozent bei Banken geparkt hat, ist wegen des Continental-Erwerbs in finanzielle Nöte geraten. Aus diesem Grund hat sich Schaeffler vergangene Woche mit seinen Gläubigerbanken auf ein neues Finanzierungskonzept geeinigt. Contintal und Schaeffler verhandeln seit Monaten über ihre Zukunft. Ein Konzept wäre eine Fusion der Konzerne mit insgesamt mehr als 200.000 Beschäftigten. Unter dem Dach einer neuen Holding stünden dann die vereinten Automotive-Sparten von Schaeffler und Continental, das Reifengeschäft von Continental sowie das Industriegeschäft von Schaeffler.