AUTOSAR: Erweiterte Spezifikationen

Das AUTOSAR-Konsortium stellte erst im Februar eine neue Sammlung von Spezifikationen vor. Nun haben die Entwickler neue Definitionen veröffentlicht.

Neuigkeiten gibt es in folgenden Bereichen: Für die Domänen Antriebsstrang und Chassis liegen jetzt entsprechende Spezifikationen vor. Außerdem wurde für die Domäne Karosserie die Zahl der standardisierten Anwendungs-Schnittstellen erweitert. Zu den Schnittstellen aller Domänen gibt es jetzt Erläuterungen. Das Konzept zum Hochfahren von Steuergeräten und Netzwerken im Fahrzeug wurde harmonisiert. Darüber hinaus stehen zur Einbindung der Bussysteme CAN, LIN und Flexray Zustandsmanager zur Verfügung. Die Mitglieder der Initiative dürfen die AUTOSAR-Spezifikationen zur Entwicklung der Steuergeräte-Software nutzen.

Seit 2003 sind weltweit über 120 Unternehmen der Entwicklungspartnerschaft AUTOSAR beigetreten. Ziel ist es, eine offene und standardisierte Software-Architektur für Steuergeräte im Automobil zu entwickeln. »Die steigende Komplexität der Kraftfahrzeugsoftware kann durch AUTOSAR beherrscht werden, und die Entwicklungsaufwendungen lassen sich deutlich reduzieren«, erklärt Dr. Jürgen Mössinger, AUTOSAR-Sprecher und Hauptreferent Automotive Systems Integration bei Bosch. Erste Fahrzeuge mit AUTOSAR-Elementen sollen noch dieses Jahr auf den Markt kommen.