Automotive-Halbleitermarkt: Aufschwung ab 2010

Mit einem Umsatzrückgang von 13 Prozent sagt eine Studie von Strategy Analytics dem Automotive-Halbleitermarkt im Jahr 2009 eines der schlechtesten Jahre seiner Geschichte voraus. Im Jahr 2010 rechnen die Analysten aber wieder mit einem Aufschwung.

Laut einer Studie von Strategy Analytics hat das über Jahre stabile Wachstum in dem rund 19 Mrd. Dollar schweren Markt für Automotive-Halbleiter durch die weltweite Automobil- und Bankenkrise ein jähes Ende gefunden. Die einzige Gewissheit für das Geschäftsjahr 2009 ist demnach, das es mit eines der schwierigsten Jahre für die dort agierenden Halbleiterunternehmen sein wird.

Nach einem über Jahre durchschnittlichen Umsatzwachstum von 7 bis 8 Prozent, rechnen die Analysten für das laufende Geschäftsjahr mit einem Umsatzrückgang um knapp 13 Prozent. Aufgrund des steigenden Nachholbedarfs soll dieses Marktsegment aber bereits im Jahr 2010 einen erneuten Aufschwung erleben – dessen Größenordung sei allerdings noch ungewiss. Der langfristige Bedarf an automobilen Halbleitern soll aber stabil bleiben.

Die Marktanalyse für das Geschäftsjahr 2008 verzeichnet einen Umsatzeinbruch in der gesamten Automotive-Halbleiterindustrie. Grund hierfür ist die rückläufige Nachfrage bei dem OEMs und der damit um 1,2 Prozent auf 19,1 Mrd. Dollar gesunkene weltweite Jahresumsatz. Für das Geschäftsjahr 2009 rechnen die Analysten sogar mit einem Umsatzrückgang um 12,8 Prozent auf weltweit nur noch 16,7 Mrd. Dollar.

Trotz dieser Entwicklung bleiben die Grundvorrausetzungen für die automobile Halbleiterindustrie positiv, da die Automobilhersteller nur durch einen höheren Elektronikanteil die zukünftigen Anforderungen in punkto Umweltverträglichkeit und Sicherheitsbestimmungen erreichen können. Aus diesem Grund prognostizieren die Analysten von Strategy Analytics eine Markterholung im Geschäftsjahr 2010 mit einem Umsatzanstieg von 15,7 Prozent. Bis zum Jahr 2013 soll der Markt für automobile Halbleiter sogar auf insgesamt 28,5 Mrd. Dollar, bei einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 8,3 Prozent, anwachsen.