Kooperation Audi nimmt ADI in sein „Progressive Semiconductor Program“ auf

Robbie McAdam, Executive Vice President der Strategic Business Segments Group von Analog Devices, (links) und Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik und Elektronik bei Audi, besiegeln die Kooperation per Handschlag.
Robbie McAdam, Executive Vice President der Strategic Business Segments Group von Analog Devices, (links) und Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik und Elektronik bei Audi, besiegeln die Kooperation per Handschlag.

Offizielles Ziel der Kooperation ist es, die Zuverlässigkeit und Funktionalität künftiger Autos zu steigern. Konkret geht es dabei vor allem um eine bessere Kommunikation zwischen den grundverschiedenen Unternehmen.

Die wichtigste Maßnahme zur Umsetzung der strategischen Partnerschaft zwischen Analog Devices (ADI) und Audi ist die Bildung eines sogenannten „Core Teams“, in dem sich Spezialisten von beiden Unternehmen austauschen können. „Wo gibt es bei Audi ein Problem, das wir gut lösen können – und welche ganz neuen Automotive-Anwendungen lassen sich mit unserer Technik umsetzen?“ So bringt Uwe Bröckelmann, Director Field Applications Automotive bei Analog Devices, das zentrale Anliegen der Kooperation auf den Punkt. Ricky Hudi, Leiter Entwicklung Elektrik und Elektronik bei Audi, verspricht sich von der Zusammenarbeit „auf unsere Kunden zugeschnittene, innovative und kosteneffektive Lösungen“. Langfristig wird sogar eine Anpassung der sehr unterschiedlichen Entwicklungszyklen des Halbleiterunternehmens und des Autobauers angestrebt. Doch zunächst stehen ganz praktische Belange im Vordergrund, wie etwa die Einführung neuer Kommunikationsregeln – wer sollte wann mit wem sprechen?

Hinzu kommt, dass sich Signalverarbeitungsspezialisten einerseits und „Blechbieger“ andererseits, wie eher maschinenbau-orientierte Kollegen schon mal genannt werden, nicht unbedingt intuitiv verstehen. Dafür sind die jeweiligen Betätigungsfelder einfach zu unterschiedlich. Daher geht es bei der Kooperation auch um die Vermittlung von Grundlagenwissen und gegenseitige Einblicke in die Denk- und Arbeitsweise. „Wir haben in der Vergangenheit auch schon Produkte entwickelt, die bei den OEMs dann nicht auf großes Interesse gestoßen sind“, gibt Rolf Reitenbach offen zu. Daher ist für den Automotive Business Development Manager bei Analog Devices eine enge Zusammenarbeit mit Audi schon im Vorfeld einer Produktentwicklung besonders wichtig.

Grundsätzlich soll zukünftig auch die Entwicklung Audi-spezifischer Bausteine möglich sein. Bislang sind Produkte von Analog Devices bei Audi unter anderem schon in Soundsystemen, bei Batteriesensoren oder bei der Ölstandmessung auf Ultraschallbasis zu finden.