Optoelektronik Anwendung von LED-Systemen

Scheinwerfer prägen die Optik eines Fahrzeuges
Scheinwerfer prägen die Optik eines Fahrzeuges.

LED-Scheinwerfer prägen als wesentliche Designmerkmale das Erscheinungsbild stark mit. Mit ihrer guten Fahrbahn-Ausleuchtung tragen sie in hohem Maße zur aktiven Sicherheit bei. Zukünftig werden sie sich noch dynamischer Umgebung und Fahrsituation anpassen.

 

Die Kombination aus Sicherheit, Funktion und Design war und bleibt das Erfolgsrezept der LED-Technologie. Die Automobilbeleuchtung wird zukünftig dynamisch werden. Das Licht schaltet sich nicht nur einfach ein, es wird inszeniert. Die Leuchten werden dreidimensionaler, aber auch das Erscheinungsbild wird variabel und passt sich an die Umgebungsverhältnisse und Fahrsituationen an.

Das Tagfahrlicht aus weißen Leuchtdioden ist ein Merkmal, welches das Design der Autos unterstreicht und zugleich die Sicherheit erhöht. Zum ersten Mal kam es bei Audi 2004 an der Luxuslimousine A8 W12 zum Einsatz; heute steht es für jedes Modell bereit. In fast allen Fällen ist das LED-Tagfahrlicht in die Scheinwerfer integriert – in unterschiedlichen Ausprägungen. Zum Beispiel nutzt der A1 pro Einheit eine einzige Leuchtdiode, die ihr Licht in einen transparenten Kunststoffschlauch, einen sogenannten Lichtleiter, schickt. Dieser erzeugt eine homogene Kontur. Beim A7 Sportback erscheint das Tagfahrlicht der optionalen LED-Scheinwerfer ebenfalls linear, doch es wird von 18 einzelnen LEDs und einem vorgelagerten Kunststoffkörper erzeugt. Das LED-Tagfahrlicht kommt mit wenigen Watt Leistungsaufnahme aus, es ist langlebig und praktisch wartungsfrei. Für alle Modelle liefert Audi die Frontleuchten in LED-Technologie, serienmäßig oder optional. Sie erzeugen ein Lichtbild, das unverwechselbar wirkt und in vielen Fällen dreidimensionale Effekte erzielt (Bild 1).

Im Vergleich zu Glühlampen erreichen Leuchtdioden ihre volle Leuchtstärke schnell und verzögerungsfrei, was insbesondere bei Heckleuchten eine wichtige Rolle spielt (Bild 2): Wenn der Fahrer rasch bremsen muss, gewinnt der Hintermann wertvolle Sekundenbruchteile. Bei 100 km/h Geschwindigkeit verlängert sich die Strecke, auf der er bremsen kann, um fast 6 m.

Beim Flaggschiff A8 sind die Heckleuchten aufwendig gestaltet. Mit Ausnahme des Rückfahrlichts bestehen sie komplett aus Leuchtdioden, in jeder Einheit arbeiten 72 LEDs. In vielen Bereichen sind so genannte Chip-on-Board-LEDs im Einsatz, die sich mit hoher Präzision eng nebeneinander packen lassen. Das Schlusslicht, das pro Einheit 9 W Leistung aufnimmt, bildet eine trapezförmige Kontur, die als gleichmäßig homogenes Band erscheint. Sein oberes Segment besteht aus einem Lichtleiter; eine genarbte reflektierende Freiformfläche dient als unterer Teil.

Im Inneren des Trapezes ist das Bremslicht untergebracht, das aus fünf Segmenten besteht. Wenn der A8 stark verzögert, blinkt es mit hoher Frequenz auf, um den nachfolgenden Verkehr zu warnen. Kommt die Limousine zum Stillstand, wird das Warnblinklicht aktiviert.