Analog Devices Analog Front-End für ACC-Systeme

Analog Devices (ADI) hat mit dem AD8283 einen Analog-Front-End-Baustein für Radarsysteme entwickelt, der dank Hochintegration deutlich günstiger ist als vergleichbare diskret aufgebaute Lösungen.

Der Baustein enthält die Signalaufbereitungsfunktionen für den Empfangsweg und die Datenerfassungsschaltungen, wie sie in Radar-basierten Systemen eingesetzt werden. Als Anwendungsbeispiele nennt ADI Abstandsregeltempomaten oder Systeme zur Überwachung des toten Winkels.

Je nach spezifischem Einsatzzweck kann der AD8283 anhand mehrerer Parameter entsprechend konfiguriert werden; gleichzeitig ist er gemäß der Norm AEC-Q100 qualifiziert. Er arbeitet im Temperaturbereich von -40 bis +105 °C und integriert dabei sechs getrennte Eingangspfade.

Diese Pfade münden in einen ebenfalls integrierten 12-bit-A/D-Wandler mit 80 MSPS und einem Signal-Rauschabstand (SNR) von 67 dB bzw. einem störungsfreien Dynamikbereich (SFDR) von 68 dB. Zudem befindet sich in jedem der sechs Signalpfade ein programmierbarer Verstärker, ein rauscharmer Verstärker und ein programmierbares elliptisches Tiefpassfilter dritter Ordnung. Die Verstärkung des AD8283 kann per SPI in 6-dB-Schritten zwischen 16 und 34 dB variiert werden. Das auf den Eingang bezogene Spannungsrauschen des Bausteins ist bei maximaler Verstärkung kleiner als 3,5 nV/√Hz. Die Eingangsimpedanz kann auf 200 Ω oder 200 kΩ eingestellt werden und nimmt lediglich 170 mW pro Kanal auf.

Der Baustein ist zu einem Stückpreis von zwölf Dollar (in tausender Stückzahlen) verfügbar; er wird in einem LFCSP72-Gehäuse ausgeliefert.