Forschung AKTIV präsentiert Kreuzungs-Assistenten

Der Kreuzungs-Assistent den die Forschungsinitiative AKTIV entwickelt hat, soll den Fahrer künftig bei unfallträchtigen Verkehrssituationen unterstützen.

Um den Unfallschwerpunkt Kreuzung zu entschärfen, haben die Spezialisten der deutschen Forschungsinitiative "Adaptive und Kooperative Technologien für den Intelligenten Verkehr" (AKTIV) Systeme für einen Kreuzungs-Assistenten entwickelt.

Etwa 7000 Fahrzeuge passieren in Deutschland pro Sekunde eine Kreuzung. An diesen oft unübersichtlichen Verkehrsschauplätzen geschehen rund 36 Prozent aller Unfälle mit Personenschäden. Zudem sind 18 Prozent der Verkehrsunfälle mit Todesfolge auf Fehler beim Abbiegen oder Kreuzen zurückzuführen.

Daher wird der Kreuzungs-Assistent der Forschungsinitiative beispielsweise aktiv, wenn ein Fahrer beim Linksabbiegen die Geschwindigkeit des entgegenkommenden Fahrzeugs unterschätzt. Dabei warnt das System den Fahrer zunächst optisch über ein eingeblendetes Symbol oder ein akustisches Signal. Reagiert der Fahrer nicht, kann der Kreuzungs-Assistent – falls noch genügend Zeit bleibt – eine kurze Warnbremsung einleiten. Erst bei einer unvermeidbaren Kollision erfolgt als letzter Schritt die Notbremsung.

In einem anderen Szenario kann das Assistenzsystem den Fahrer bei einem bevorstehenden Unfall durch Vorfahrtmissachtung unterstützen, zum Beispiel mit einem querenden Motorrad, das selbst mit einem System zur visuellen und auditiven Wahrnehmbarkeitserhöhung ausgestattet ist. Zunächst erhält der Fahrer zusammen mit dem Navigationshinweis die Information über die Verkehrsregelung an der Kreuzung, etwa "Vorfahrt achten". Außerdem wird er gewarnt, wenn seine Vorfahrtsverletzung sehr wahrscheinlich ist. Als Steigerung löst das System nach Bedarf eine wirksame Warnbremsung aus, so dass der Fahrer die potenzielle Kollision selbst verhindern kann.