83 Prozent der Deutschen wollen sparsamere Autos

Nach einer Umfrage des Brüsseler Meinungsforschungsinstitutes tns-opinions, die der BUND in Auftrag gegeben hat, fordern 83 Prozent der Bundesbürger, dass die Regierung die Autoindustrie zwingt, bis 2012 verbrauchsärmere Autos auf den Markt zu bringen.

Für 67 Prozent der Deutschen ist beim Neuwagenkauf inzwischen der niedrige Verbrauch eines Wagens entscheidend. Damit liegt dieser Aspekt erstmals weit vor Sicherheit (42 Prozent), Motorleistung (12 Prozent) und Komfort (11 Prozent). Für technische Maßnahmen zur Verbrauchsreduzierung würden Neuwagenkäufer durchschnittlich 14 Prozent des Kaufpreises mehr ausgeben.

Für den BUND (Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland e.V.) ist das Umfrageergebnis ein klares Signal an die Bundesregierung, sich für CO2-Grenzwerte von 120 g/km bis 2012 im Durchschnitt aller Hersteller einzusetzen. Parallel wurden gleiche Umfragen auch in Italien, Spanien, Frankreich und Großbritannien von dortigen Friends-of-the-Earth-Partnerorganisationen in Auftrag gegeben. Im Durchschnitt finden es 87 Prozent der befragten Europäer dringend erforderlich, einen CO2-Grenzwert von 120 g/km einzuführen. In Frankreich wollen dies sogar 92 Prozent der Befragten.

»Die Ergebnisse der Umfragen belegen, dass die deutsche und die europäische Bevölkerung auf eine neue Modellpolitik der europäischen Automobilhersteller warten. Sie sind sogar bereit, für effiziente Autos mehr Geld zu zahlen, weil es sich auf Dauer rechnen wird und das Klima wesentlich entlastet«, so Werner Reh, BUND-Verkehrsexperte.