Elektromobilität 80 Audi A1 e-tron für sechs Forschungsprojekte

Der Audi A1 e-tron bei den „Schaufensterprojekten Elektromobilität“.
Der Audi A1 e-tron bei den „Schaufensterprojekten Elektromobilität“.

Für die Initiative „Schaufenster Elektromobilität“ stellt Audi insgesamt 80 A1 e-tron mit Elektroantrieb und Range Extender zur Verfügung. Im Rahmen von sechs Projekten soll das Potenzial dieses Antriebkonzepts untersucht werden.

Bereits 2012 hat Audi mit ersten Modellen in München einen Flottenversuch absolviert, bei dem mehr als 50.000 Kilometer gefahren wurden. In seiner zweiten Ausbaustufe hat der Audi A1 e-tron an Kraft zugelegt – die E-Maschine treibt die Vorderräder über ein einstufiges Getriebe mit 85 kW Spitzenleistung und maximal 300 Nm Drehmoment an. Der Spurt von 0 auf 100 km/h dauert 9,8 Sekunden, bei 130 km/h endet der Vortrieb im Begrenzer. Die Entwickler haben die Elektronische Stabilisierungskontrolle (ESC) und die Anwahl der fünf Rekuperationsstufen verbessert.

Die T-förmige Lithium-Ionen-Batterie des Audi A1 e-tron, die 13,3 kWh Energie speichert, bietet eine elektrische Reichweite von rund 50 km. An einer 220-Volt-Haushaltssteckdose lässt sie sich in etwa drei Stunden vollladen. Im Fahrbetrieb verlängert ein kompakter und leichter Einscheiben-Wankelmotor im Heck die Reichweite auf insgesamt 250 km – mit 25 kW (34 PS) Leistung, die er aus 354 cm3 Kammervolumen schöpft, lädt der Range Extender die Batterie über einen Generator nach. Eine mechanische Verbindung zu den Vorderrädern besteht nicht.

Am Unternehmenssitz in Ingolstadt startet Audi im Juni mit fünf Autos das Projekt „Intelligentes Laden“. Hier steht ein System zur Steuerung der Lade- und Kommunikationsinfrastruktur im Fokus. 13 intelligente Ladestationen – fünf in den Garagen der Teilnehmer, vier in Audi-Parkhäusern sowie zwei Ladestationen des Kooperationspartners Stadtwerke Ingolstadt in der Innenstadt kommunizieren mit den Smartphones der Probanden. Die Teilnehmer können sich die nächstgelegene Säule anzeigen und reservieren lassen oder den Ladezustand des Akkus aus der Ferne abfragen. Beim Projekt „E-NUE“ in Nürnberg stellt Audi der N-ERGIE Aktiengesellschaft in einer ersten Phase fünf Audi A1 e-tron zur Verfügung ; die Mitarbeiter können das Auto sowohl privat als auch geschäftlich nutzen. In einer zweiten Welle rüstet Audi fünf weitere Betriebe im Raum Nürnberg mit je einen A1 e-tron aus. Auch diese Autos sollen privat und dienstlich genutzt werden.

Ähnlich ist das Vorhaben „Pendeln und Laden“ in Berlin strukturiert, in dem 25 Exemplare des kompakten Elektroautos laufen. Die Nutzer sind Pendler, die im Bereich des Potsdamer Platzes wohnen oder arbeiten. Mit dem Projekt „E-Plan“, das dieser Tage in München beginnt, spricht Audi eine spezielle Kundengruppe an: Die 15 privaten Teilnehmer, die leihweise einen A1 e-tron erhalten, sind Laternenparker im Altbauviertel Schwabing und somit auf die öffentliche Lade-Infrastruktur angewiesen.

„sun2car@GAP“ heißt ein weiteres Vorhaben, das im Spätsommer in Garmisch-Partenkirchen startet. Hier arbeiten der Audi A1 e-tron und die private Energieversorgung zusammen – die Häuser der Versuchsteilnehmer sind mit Photovoltaikanlagen ausgestattet. Die Wallbox für das Auto, in der Garage installiert, stimmt ihre Ladevorgänge für den A1 e-tron je nach Sonnenschein, Uhrzeit und Priorität der Nutzer ab. Ein weiterer Aspekt ist die simulative Einbeziehung von gebrauchten Auto-Batterien als stationäre Speicher. Bei „sun2car@GAP“ setzt Audi zehn A1 e-tron ein.