VW-Skandal um falsche CO2-Werte 430.000 Fahrzeuge des Modelljahres 2016 betroffen

Der Volkswagen-Konzern hat bekannt gegeben, dass die von der CO2-Thematik betroffenen Fahrzeuge des Modelljahres 2016 identifiziert sind. Dazu gehören u.a. neben den VW-Modellen Golf, Passat und Tiguan auch Modelle von Audi, Seat und Skoda.

Bereits am 3. November 2015 hatte VW über Unregelmäßigkeiten bei der Bestimmung der CO2-Angaben für die Typzulassung von rund 800.000 Konzern-Fahrzeugen berichtet. Die internen Untersuchungen zu den aktuellen Fahrzeugen des Modelljahres 2016 lieferten Ergebnisse zur Eingrenzung der tatsächlich betroffenen Fahrzeuge. In Summe handelt es sich für das Modelljahr 2016 konzernweit um rund 430.000 Fahrzeuge.

Die nächsten Schritte sehen beispielsweise für die Marke Volkswagen eine Festlegung der neuen CO2-Angaben unter Aufsicht des Kraftfahrtbundesamtes (KBA) vor. Die Kunden können sich zudem durch Eingabe der Fahrzeug-Identifikationsnummer (VIN; Vehicle Identification Number) darüber informieren, ob ihr Fahrzeug betroffen ist. Für die Marke Volkswagen in Deutschland handelt es sich beispielsweise um den Link www.volkswagen.de/info.

In wieweit Modelle der Vorjahre von den Manipulationen betroffen sind, soll in Abstimmung mit den Behörden weiter untersucht werden. Nach aktuellem Kenntnisstand geht der Volkswagen-Konzern weiterhin von der bereits kommunizierten Gesamtzahl von rund 800.000 Fahrzeugen aus. VW steht im Austausch mit den Finanz- und Steuerbehörden der jeweiligen Länder, damit alle im direkten Zusammenhang mit der CO2-Thematik entstehenden Steuermehrbelastungen dem Volkswagen-Konzern in Rechnung gestellt werden und nicht den Kunden.