Micronas 3D-HAL-Sensor-Familien nun auch in bedrahteten Gehäusen

Die TO92UP-Gehäuselinie von Micronas.
Die TO92UP-Gehäuselinie von Micronas.

Mit dem TO92UP-Gehäuse hat Micronas ein AEC-Q100-qualifiziertes bedrahtetes Gehäuse mit einer Oberfläche von lediglich 29 mm2 zum Einsatz in der Automobilelektronik entwickelt.

Nach der Inbetriebnahme der TO92UP-Gehäuselinie an der Fertigungsstätte Freiburg werden zunächst die auf der 3D-HAL-Technologie basierenden HAL 36xy- und HAL 38xy-Sensor-Familien zur erweiterten linearen Weg- und Winkelmessung im TO92UP-Gehäuse verfügbar sein. Das 4-Pin-Gehäuse TO92UP besitzt im Gegensatz zu üblichen TO92-Gehäuseformen um 5 mm verlängerte Beinchen. Die zusätzliche Länge ermöglicht eine erhöhte Flexibilität bei der Platzierung der Sensoren, speziell in Bauraum-limitierten Applikationen. Der nur 1,5 mm flache Kunststoffkopf soll zuverlässige Messung von Magnetfeldern auch bei sehr kleinem Luftspalt garantieren.

Micronas‘ HAL 36xy- und HAL 38xy-Familien zur mehrdimensionalen Magnetfeldmessung eröffnen viele erweiterte Anwendungsmöglichkeiten in der Automobilelektronik, wie z.B. bei der Bestimmung von Drosselklappenstellungen mit Winkeln über 90° oder bei der Messung linearer Bewegungen bis zu einer Distanz von 40 mm. Die ersten 3D-HAL-Familienmitglieder, HAL 3855 und HAL 3625, waren bislang ausschließlich im SOIC8-SMD-Gehäuse erhältlich. Im Gegensatz zu gelöteten SMD-Gehäusen sind geschweißte Gehäuse vibrations- und temperaturbeständiger, was besonders für Anwendungen im Motorraum von großer Bedeutung ist. Das neue, bedrahtete, schweiß- und lötbare TO92UP-Gehäuse ist daher eine sehr gute Lösung bei Anwendungen im Hochtemperaturbereich bis TA=160 °C, weil dort vermehrt Stanzgitter als leitfähiges Trägermaterial für eine Schweißverbindung verwendet werden.

Das TO92UP-Gehäuse kann eine vorteilhafte Alternative zu SMD-Gehäusen sein, gerade für Anwendungen, bei denen keine Leiterplatte zum Einsatz kommt. Bei der Neutralgangerkennung im Getriebe etwa, in denen der Magnet sich nicht am Ende einer rotierenden Welle befindet, bietet das TO92UP-Gehäuse Montagevorteile. Der Sensor kann hier direkt neben der Welle (parallel) platziert werden.

Im Vergleich zum gängigen TO92UT stellt das neue 4-Pin-Gehäuse TO92UP trotz der vergleichsweise geringen Baugröße mehr Fläche für integrierte Schaltkreise (ICs) zur Verfügung. Das Leadframe des neuen TO92UP-Gehäuses besteht aus nicht-ferromagnetischem Material, sodass ein zu messendes Magnetfeld nicht beeinflusst wird. Bei der Herstellung des Gehäuses wird eine speziell entwickelte Low-Stress-Pressmasse verwendet, die den sonst auftretenden mechanischen Gehäusestress minimiert. Diese Eigenschaften sollen eine erstklassige Qualität des Bauteils garantieren und für präzise und hochzuverlässige Magnetfeld-Messungen sorgen.

Muster des neuen Gehäuses sind ab sofort erhältlich.