PHS-Bus-Architekturen flexibler gestalten

Mit dem DS802-PHS-Link-Board von dSpace lassen sich Echtzeitsysteme auf PHS-Bus-Basis modular und flexibel aufbauen. Zudem können Entwickler mit dem DS802 I/O-Boards auch in Expansion-Boxes ohne eigene Prozessor-Boards nutzen.

Das PHS-Link-Board sorgt dafür, dass alle I/O-Boards – egal ob im Master- oder Slave-System – für das Prozessor-Board wie in einem einzigen großen System erscheinen. Für das verteilte Gesamtsystem genügt somit ein einziges Prozessor-Board von dSpace im Master-System. Die Kommunikation zwischen dem Master-System und den Slave-Systemen realisiert das DS802 über optische Verbindungen.

Dieser Aufbau eignet sich für alle Anwendungen, bei denen nicht in jeder Expansion-Box ausreichend Rechenleistung durch ein Prozessor-Board zur Verfügung stehen muss. Aus diesem Grund sind Multiprozessorsysteme nur noch bei hohem Bedarf an Rechenleistung oder extrem kurzen IO/-Zugriffslatenzen nötig. Zusätzlich besteht aber die Option, Master-Slave-Systeme mit Multiprozessorsystemen zu kombinieren.

Ein typisches Einsatzgebiet für PHS-Link-Board ist das Hinzufügen bzw. Entfernen von Slave-Systemen eines Simulators. Dadurch ließen sich Slave-Systeme zum Beispiel in einem Simulator oder auch zwischen Simulatoren austauschen. Dabei kann jedes Slave-System bis zu 100 Meter entfernt von seinem Master-System aufgestellt werden, wodurch sich zum Beispiel I/O-Boards von HIL-Simulatoren auch bei mehreren räumlich verteilten Steuergeräten anordnen und die Längen elektrischer Leitungen minimieren lassen.