Infotainment-Testsystem mit erweitertem Funktionsumfang

MODENA ist ein modellbasiertes Testsystem für Infotainment- Steuergeräte. Mit der neuen Version 3.02 können Tests einfacher automatisiert und durchgeführt werden. Die neuen Funktionen umfassen neben der Erkennung von „unexpected messages“ und dem Schreiben von Bus-Trace- Files eine neue Automatisierungs-Schnittstelle für die einfache und schnelle Integration in vorhandene Testumgebungen.

MODENA ist ein modellbasiertes Testsystem für Infotainment- Steuergeräte. Mit der neuen Version 3.02 können Tests einfacher automatisiert und durchgeführt werden. Die neuen Funktionen umfassen neben der Erkennung von „unexpected messages“ und dem Schreiben von Bus-Trace- Files eine neue Automatisierungs-Schnittstelle für die einfache und schnelle Integration in vorhandene Testumgebungen.

MODENA von Berner & Mattner (www.berner-mattner.de) ist ein modellbasiertes Testsystem für Infotainment- Steuergeräte. Mit UML-Zustandsübergangsdiagrammen (Statecharts) wird das Soll-Kommunikationsverhalten der Steuergeräte modelliert. Nach Erstellung der Testmodelle in UML und C++ ermöglicht MODENA während der Spezifikationsphase einen Test von Modellen anhand von Simulationen. Reale Steuergeräte werden später sukzessive eingebunden und als Komponenten sowie im Gesamtverbund getestet. Noch nicht vorhandene Steuergeräte können durch Restbus- Simulationen emuliert werden. MODENA bietet ab sofort eine einfache Möglichkeit der Integration in vorhandene Testumgebungen. Dafür steht die Testautomatisierungs-Schnittstelle (TA) zur Verfügung, die über ein CORBA-Interface eine Anbindung bereits vorhandener Tools ermöglicht. Der MOST-Notifizierungs-Mechanismus wurde von der MOST-Cooperation formal beschrieben und erlaubt somit eine tool-gestützte, automatisierte Verarbeitung. Hierfür steht in MODENA neben dem bereits vorhandenen MOST-Notification-Server der MOS-Notification-Shadow zur Verfügung und komplettiert damit die Unterstützung zur MOST-Notifizierung. Die Erkennung von nicht erwarteten Nachrichten ist besonders bei der Fehleranalyse wichtig, da diese Nachrichten bereits auf ein mögliches Problem hindeuten. MODENA ermöglicht, nicht verarbeitete Nachrichten zu erkennen, und protokolliert diese in einer Protokolldatei. Das Konzept unterstützt die Entwicklung von Infotainment- Systemen von der Spezifikation bis hin zum Systemtest (Bild). Dabei wird in allen Phasen die MODENASimulationsumgebung verwendet, die mit Hilfe von virtuellen Bussen für MOST und CAN den Nachrichtenaustausch ermöglicht. Mit der Version 3.02 kann nun diese Bus-Kommunikation aufgezeichnet und in Trace-Dateien (opd, op2, cco) gespeichert werden. Dies funktioniert einerseits mit an MODENA angeschlossenen realen Steuergeräten und andererseits im reinen Simulationsmodus, der in frühen Entwicklungsphasen eingesetzt wird. Zur Reproduktion der aufgezeichneten Ereignisse können diese Trace-Dateien wieder von MODENA eingelesen werden.

Frank Riemenschneider, Elektronik

Das V-Modell ist eine abstrakte, umfassende Projektmanagement- Struktur für die IT-Systementwicklung. Sein Name bezieht sich auf die V-förmige Darstellung der Projektelemente, gegliedert nach ihrer groben zeitlichen Position und ihrer Detailtiefe. Die Idee zum V-förmigen Vorgehen kam von Barry Boehm 1979. Das erste V-Modell wurde 1986 in Deutschland entwickelt. Zunächst war es vorgesehen für IT-Projekte der öffentlichen Hand, längst wird es aber auch in der Privatwirtschaft eingesetzt. In der Regel wird eine neue Variante des V-Modells aus der jeweils vorhergehenden Variante entwickelt, sobald ein Verbesserungsbedarf erkannt wird. Im Gegensatz zu einem klassischen Phasenmodell werden im V-Modell lediglich Aktivitäten und Ergebnisse definiert und keine strikte zeitliche Abfolge gefordert. Insbesondere die typischen Abnahmen, die ein Phasenende definieren, sucht man hier vergeblich. Dennoch ist es möglich, die Aktivitäten des V-Modells z.B. auf ein Wasserfallmodell oder ein Spiralmodell abzubilden.