Qualitätssicherung mithilfe von Hardware-in-the-Loop-Testsystemen Fahrversuch versus HiL-Test

So genannte Hardware-in-the-Loop-Testsysteme (HiL) gewinnen als Methodik zur Qualitätssicherung elektronischer Steuergeräte stark an Bedeutung. Die realen Hardware-Komponenten aus dem Fahrzeug werden dort für den Test...

Qualitätssicherung mithilfe von Hardware-in-the-Loop-Testsystemen

So genannte Hardware-in-the-Loop-Testsysteme (HiL) gewinnen als Methodik zur Qualitätssicherung elektronischer Steuergeräte stark an Bedeutung. Die realen Hardware-Komponenten aus dem Fahrzeug werden dort für den Test in eine simulierte Sensor-/Aktorumgebung eingebunden. Nachfolgend werden HiL-Test und Fahrversuch unter Aspekten wie Testeffizienz, Flexibilität und Kosten gegenübergestellt und auf ihr Zukunftspotential überprüft.

Fast jeder von uns hat schon einmal einen der so genannten „Erlkönige“ auf unseren Straßen gesehen: also Prototypen für zukünftige Fahrzeuggenerationen, die mit Aufklebern und Zusatzaufbauten nahezu bis zur Unkenntlichkeit verfälscht werden. In diesen frühen Versuchsphasen werden Karosserie, Mechanik und Elektrik schrittweise bis zur Serienreife entwickelt und getestet. Eine große Anzahl von Assistenzsystemen, Sicherheits- und Komfortfunktionen erfordert dafür ein leistungsfähiges Elektronikkonzept an Bord der Fahrzeuge.

Als Folge haben sich Netzwerkstrukturen etabliert, in die alle elektronischen Steuergeräte eingebunden sind. Alle Steuergeräte kommunizieren dabei über schnelle Bus-Systeme miteinander. Für die einfache Funktion „Blinken rechts“, die früher mit einem einzigen Schaltkontakt am Lenkstockhebel plus Blinkerrelais realisiert wurde, sind heute in Fahrzeugen mit vernetzten Elektronikarchitekturen komplexe Vorgänge vonnöten: LIN-Sensor liest Lenkstockschalterkontakt ein → LIN-Sensor sendet Information an übergreifendes CAN-Steuergerät →Kommunikation über CAN an Steuergeräte in Fahrzeugheck, -front und den Türen → Ansteuern der Leuchtmittel über Treiberbausteine in den jeweiligen Steuergeräten.