Einfache Analyse von automatisierten HIL-Tests

Mit AutomationDesk 2.2 von dSPACE sind umfangreiche Analysen von Hardware-in-the-Loop-(HIL)-Tests möglich. Außerdem lassen sich mit dem Debugger die Testabläufe bereits während der Implementierung Schritt für Schritt prüfen und korrigieren.

Mit Hilfe der Auswertebibliothek von AutomationDesk 2.2 können aufgezeichnete Daten mit Referenzdaten verglichen werden, um z.B. Abweichungen von Grenzwerten aufzuzeigen. Bereits vor der Testausführung ermöglicht AutomationDesk eine statische Analyse der Teststruktur, um offene Referenzen oder Syntaxfehler zu finden. Bei unerwarteten Testergebnissen oder Fehlern in der Testausführung (offline am PC oder auch online am HIL-Simulator) kann die Ursache mit Hilfe des Debuggers ausfindig gemacht werden.

Im Testablauf kann der Entwickler an beliebigen Stellen Breakpoints setzen. Startet er die Sequenz im Debug-Modus, stoppt die Ausführung automatisch an den markierten Stellen. Folgende Möglichkeiten stehen zur Verfügung:

  • Testsequenz bis zum nächsten Breakpoint weiterlaufen lassen
  • Blöcke schrittweise ausführen
  • Bei komplex strukturierten, hierarchischen Testschritten kann der Entwickler auch eine Schicht tiefer einsteigen und diese ausführen oder auf der aktuellen Hierarchieebene bleiben und sie als Ganzes ausführen. Daraufhin kann er den Test Schritt für Schritt durchlaufen und bei hierarchischen Testschritten den Hierarchieebenen folgen.

Die aktuellen Variablenwerte sind während des Debuggings jederzeit einsehbar und können bei Abweichungen verändert werden, um den weiteren Ablauf mit korrekten Werten zu testen. Schritt für Schritt kann der Anwender den Test so mit dem Debugger prüfen und bei Bedarf korrigieren.

Mit der Auswertebibliothek lassen sich aufgezeichnete Testdaten analysieren und mit Referenzdaten vergleichen. So wird die Über- oder Unterschreitung von Grenzwerten aufgedeckt und geprüft, ob sich spezifizierte Signale innerhalb oder außerhalb eines definierten Bereiches befinden. Das gemessene Signal, das Referenzsignal sowie die Grenzen und die Auswertung werden grafisch dargestellt und in einem Report zusammengefasst. Die Signale können dabei wie folgt verändert werden:

  • Anwenden von Binäroperationen (Addition, Multiplikation, Kleiner als usw.)
  • Berechnen von Gradienten und Integralen
  • Verschieben, Abschneiden und Resampling von Signalen
  • Berechnen von Minimal-/Maximalwert, minimaler Schrittweite usw.