Rohde & Schwarz E-Call-Module für Kfz-Notrufsysteme testen

Testlösung für E-Call-Systeme von Rohde & Schwarz.
Testlösung für E-Call-Systeme von Rohde & Schwarz.

Um bei Verkehrsunfällen rasch Rettungsmaßnahmen einzuleiten, sollen ab 2015 in der EU automatische Notrufsysteme verpflichtend in allen neuen Kraftfahrzeugen eingebaut werden. Für die Mobilfunk- und GNSS-fähigen Komponenten des E-Call-Systems bietet Rohde & Schwarz eine standardkonforme Testlösung.

Auf dem Mobile World Congress (24. bis 27. Februar in Barcelona) demonstriert Rohde & Schwarz erstmals eine kompakte E-Call-Testlösung für Kfz-Notrufsysteme. Das Setup besteht aus dem R&S CMW500 Wideband Radio Communication Tester und dem R&S SMBV100A Vektorsignalgenerator mit integriertem Global Navigation Satellite System-Simulator (GNSS). Hersteller und Zulieferer von automatischen In-Vehicle Systems (IVS) können mit diesen Geräten im Labor zuverlässige und reproduzierbare End-to-End-Conformance-Tests ihrer E-Call-Module durchführen.

Bei einem Unfall stellt das IVS die Verbindung zur Notrufzentrale (Public Safety Answering Point, PSAP) über das Mobilfunknetz her und übermittelt einen Minimaldatensatz (MSD), der auch die GPS-Koordinaten des Unfallfahrzeugs enthält. Mit der Rohde & Schwarz-Testlösung können Anwender überprüfen, ob ihr IVS-Modem einen 112-Notruf erfolgreich auslöst, den korrekten MSD übermittelt und eine Sprachverbindung mit der Notrufzentrale herstellen kann.

Für diese Anwendung hat Rohde & Schwarz speziell die R&S CMW-KA094 E-Call-Applikationssoftware entwickelt. Sie simuliert die Notrufzentrale und steuert den R&S CMW500, der im Labor ein Mobilfunknetz emuliert. Außerdem kontrolliert sie den GNSS-Simulator, der die erforderlichen Koordinaten zur Lokalisierung liefert. Die Testlösung ist vollautomatisiert über die R&S CMWrun Sequencer Software, sodass Anwender sie sofort einsetzen können. Neben Tests der HF-Schnittstellen sowie des GNSS-Empfängers können Anwender auch die Funktionstüchtigkeit des Gesamtsystems nachweisen.