Algorithmen erheblich schneller gemacht

Zum 20. Geburtstag der grafischen Mess-, Regelungs- und Automatisierungs-Programmierumgebung „LabVIEW“ kam eine neue Version heraus, die nicht zuletzt für Steuer- und Regelungs- sowie Mensch-Maschine-Interface-Aufgaben etliche Verbesserungen bereithält. Vor allem die Geschwindigkeitssteigerung war einer der Punkte im Pflichtenheft für die neue Version.

Zum 20. Geburtstag der grafischen Mess-, Regelungs- und Automatisierungs-Programmierumgebung „LabVIEW“ kam eine neue Version heraus, die nicht zuletzt für Steuer- und Regelungs- sowie Mensch-Maschine-Interface-Aufgaben etliche Verbesserungen bereithält. Vor allem die Geschwindigkeitssteigerung war einer der Punkte im Pflichtenheft für die neue Version.

Gerade für Mess-, Automatisierungs-, Regelungs- und Prüfanwendungen im Automobil-Entwicklungs- und Qualitätssicherungs-Bereich hilft eine an die Applikation optimal angepasste und optimierte Software-Umgebung, Zeit und Kosten zu sparen, ohne Mess-Sicherheit, Produktivität oder Reproduzierbarkeit zu verlieren. Mit dieser Zielsetzung ging man bei National Instruments (www.ni.com) an die Entwicklung der 8.20-Version.

Steuer- und Regelfunktionen mit neuen Features

Zunächst stehen in der neuen Version ein „System Identification“- und ein „Control Design“-Toolkit sowie ein „Simulation Module“ zur Verfügung – allesamt interaktive Umgebungen für die Modellierung dynamischer Systeme, die Reglerentwicklung und die Offline-Simulation. Der Integration mit Modellen von The MathWorks, Inc. – Simulink – und anderen Modellen von Drittanbietern dient ein spezielles Interface-Toolkit; es erlaubt die Integration vorhandener Simulink-Modelle in LabVIEW und ermöglicht damit Rapid Control Prototyping, Hardware-in-the-Loop-Tests und die abschließende Umsetzung mithilfe von LabVIEW-Real-Time-Algorithmen.

So können Simulink-Modelle mit vielfältigen I/O-Schnittstellen zu physikalischen Systemen versehen werden. Das „Simulation Module“ unterstützt auch Modelle der Dritthersteller Dynasim und Plexim. Nun integriert ist auch „MathScript“, eine mathematik-orientierte, textbasierte Programmiersprache. Sie ermöglicht die Auswahl der effektivsten Syntax für die Entwicklung von Algorithmen, die Untersuchung von Modellen, die Datenanalyse und andere Rechenoperationen.

Die Steuer- und Regelfunktionen schließlich umfassen im Detail – auch im Sinne höherer Geschwindigkeit – 14 Mal schnellere PID-Algorithmen, FIR-/IIR-Filter, nichtlineare Regelfunktionen, Referenztabellen, die Spline-Interpolation, PID-Regler mit doppelter Rückführung, Periodenmessung, Inkrementaldrehgeber, Messungen der Schleifenrate, verschiedene I/O-Schnittstellen, Array-Manipulation, diskrete lineare Steuerungen und die neun Mal schnellere Ausführung von Simulationsschleifen.