Smart-Home-Vernetzung VDA tritt EEBus-Initiative bei

Der Verband der Automobilindustrie (VDA) hat den Beitritt in die EEBus-Initiative erklärt. Ziel ist die stärkere Eingliederung des Autos in Smart-Home-Konzepte.

In der EEBus-Initiative haben sich internationale Unternehmen und Verbände mit den Schwerpunkten Elektronik, Energie sowie Informations- und Kommunikationstechnologie zusammengeschlossen, um eine intelligente Kommunikation elektronischer Geräte über Branchen, Gewerke- und Technologiegrenzen hinweg zu ermöglichen. „Es besteht eine große Nachfrage, in diese intelligente Vernetzung Anwendungen rund ums Auto zu integrieren“, erläutert Matthias Wissmann, Präsident des VDA: „Da sich in der EEBus-Initiative bereits die Marktführer vieler anderer Branchen versammeln, ist unsere Kooperation nur folgerichtig. Unsere Mitgliedsunternehmen unterstützen diese Weichenstellung aktiv und gestalten die intelligente Vernetzung nun in der EEBus-Initiative mit.“

Für Peter Kellendonk, 1. Vorsitzender der EEBus-Initiative hat der VDA-Beitritt weitreichende Bedeutung. „Dass die Automobilindustrie jetzt auf EEBus setzt, ist ein entscheidender Schritt für das Einbinden von Automobilen in das Smart Grid und Smart Home.“ Das Auto werde zum intelligenten Dienstleister in allen Fragen, die mit individueller Mobilität zu tun haben. Kellendonk: „Wenn das Automobil in das Smart Home eingegliedert wird, ist die Verwendung und der Schutz der Daten beispielsweise beim Abgleich von Einträgen im Terminkalender mit Zielvorgaben im Navigationssystem ein wichtiges Thema. In der EEBus Initiative entscheiden die Unternehmen demokratisch, welche Daten sie nutzen möchten. Das verhindert, dass unnötig Nutzerdaten an Datenkraken wandern und die eigenen Geschäftsmodelle durch multinationale Konzerne gefährdet werden.“

Einen essentiellen Effekt hat die intelligente Vernetzung der Autos auf den Bereich Energiemanagement. Peter Kellendonk: „Flächendeckendes Laden von Elektromobilen ist mit der Netzstruktur heute nicht einfach zu realisieren, ein Einbinden der Elektromobile und Ladeeinrichtungen in das Smart Grid ist unumgänglich. So binden wir die zunehmend verbreiteten Elektroautos in die intelligente Verschiebung des Energieverbrauchs ein.“ Die Elektroautos können gezielt dann geladen werden, wenn ausreichend Energie vorhanden ist. „Fahrzeuge mit Elektro-Motoren können so zu fahrenden Energiespeichern werden“, so Kellendonk.