Bosch Touchscreen mit haptischen Elementen

Durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen sollen sich Tasten auf dem Touchscreen erfühlen lassen.
Durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen sollen sich Tasten auf dem Touchscreen erfühlen lassen.

Ein von Bosch entwickelter Touchscreen ist mit dem „CES 2016 Innovation Award“ in der Kategorie „In-Vehicle Audio/Video“ ausgezeichnet worden. Das Display gibt bei Berührung nicht nur durch visuelle und akustische Signale Rückmeldung, sondern auch mittels haptischer Elemente.

Das Besondere des Touchscreen ist, dass der Nutzer dank einer haptischen Rückmeldung Infotainment-Anwendungen wie Navigation, Radio oder Smartphone-Funktionen interaktiv bedienen kann. Die dargestellten Tasten auf dem Touchscreen sollen sich wie realistische Knöpfe anfühlen, so dass die Orientierung beim Bedienen oft auch ohne hinzusehen möglich sein soll. Der Blick kann dadurch wesentlich häufiger auf der Straße verbleiben. Die Sicherheit beim Autofahren steigt. „Der neue Touchscreen vereint die einfache Bedienung mechanischer Knöpfe mit den Vorteilen eines Touchscreens und erhöht so deutlich den Bedienkomfort“, sagt Manfred Baden, Vorsitzender des Bosch-Geschäftsbereichs Car Multimedia. Die CES Innovation Awards werden von der Consumer Technology Association (CTA) gefördert und zeichnen jährlich im Vorfeld der CES die besten Produkte der Messe aus.

Der neue Touchscreen bietet eine spezielle Art der Interaktion. Das Display gibt bei Berührung nicht nur durch visuelle und akustische Signale Rückmeldung, sondern auch mittels haptischer Elemente. Der Fahrer kann die Tasten auf dem Touchscreen durch unterschiedliche Oberflächenstrukturen ohne hinzusehen erfühlen – und ohne dabei gleich eine Reaktion auszulösen. Raue, glatte oder sogar gemusterte Oberflächen stehen für unterschiedliche Knöpfe und Funktionen. Erst bei festerem Druck wird der virtuelle Knopf betätigt. Für den Nutzer soll sich das anfühlen, als ob er einen normalen, mechanischen Knopf drückt. Äußerlich unterscheidet sich der Touchscreen mit haptischen Elementen jedoch nicht von einer herkömmlichen Lösung.

Der Touchscreen erkennt zudem die Stärke des Fingerdrucks und aktiviert verschiedene Funktionen. Ein leichter Druck ruft beispielsweise die Hilfe-Funktion auf, während man je nach Stärke des Drucks schneller oder langsamer durch eine Liste scrollen kann. Da der Fahrer die Tasten erfühlt, ist ein Kontrollblick zum Beispiel beim Wechsel von einer Radio-Stationstaste zur nächsten oft überflüssig – der Blick bleibt häufiger auf der Straße. Der Touchscreen ist mit zwei Sensoren ausgestattet: einem herkömmlichen Touch-Sensor und einem zweiten Sensor, der die Stärke des Fingerdrucks misst. Eine spezielle Software und Mechanik sorgen für die verschiedenen Oberflächenstrukturen.