Echtbetrieb soll Anfang 2017 starten Pilotprojekt Parkraum-Management von Bosch meistert ersten Test

Freie Park + Ride-Parkplätze sind oft nur einen Klick entfernt? Ob das tatsächlich so ist, wird das Pilotprojekt Parkraum-Management von Verband Region Stuttgart und Bosch zeigen, das Anfang 2017 mit dem Realbetrieb startet.
Freie Park + Ride-Parkplätze sind oft nur einen Klick entfernt? Ob das tatsächlich so ist, wird das Pilotprojekt Parkraum-Management von Verband Region Stuttgart und Bosch zeigen, das Anfang 2017 mit dem Realbetrieb startet.

Rund 2.500 Sensoren hat Bosch auf insgesamt 15 Park + Ride-Plätzen entlang der S-Bahnstrecken nach Schorndorf und Backnang montiert. Das Prinzip, mit Hilfe dieser Sensoren in Echtzeit die Parkplatzauslastung anzuzeigen, funktioniert. Anfang 2017 soll das Pilotprojekt in den regulären Betrieb gehen.

Einparken, und Sekunden später wechselt die Internet-Anzeige auf Rot, der Platz ist belegt. Ausparken, Sekunden später geht die Anzeige auf Grün, der Platz ist frei. Das zeigte Bosch in einer Demonstration im Park + Ride-Parkhaus in Backnang Vertretern beteiligter Kommunen sowie des Projektpartners Verband Region Stuttgart.

Das wird nun auf elf Stationen übertragen. „Wir beginnen bereits in wenigen Wochen den Testlauf mit allen 2.500 vernetzten Stellplätzen”, erklärt Stefan Nordbruch, Projektleiter im Bosch-Projekt Connected Parking. „Anfang 2017 kann das Pilotprojekt zur Erfassung der Parkplatzsituation der Park + Ride-Plätze entlang der S 2 und S 3 in den regulären Betrieb gehen.“ Im laufenden Regelbetrieb wird die Information über freie Stellplätze über die App und Internetseite des Verkehrs- und Tarifverbunds Stuttgart (VVS) für jeden abrufbar sein.

Neue Informationen erhofft sich der Zulieferer auch zur Auslastung der Park + Ride-Plätze. Ob Echtzeitinformation zu freien Park + Ride-Plätzen tatsächlich mehr Autofahrer in Busse und Bahnen bringen, wird ebenfalls Gegenstand begleitender Untersuchungen sein.

Das Pilotprojekt an elf Stationen entlang der Linien S 2 und S 3 ist mit den Projektpartnern für eine Laufzeit von zwei Jahren vereinbart. In dieser Zeit werden die Belegungsdaten ausgewertet und nächste Schritte vorbereitet. Unter anderem muss ermittelt werden, welcher Aufwand für den dauerhaften Betrieb des Systems erforderlich ist. Erst dann kann in den politischen Gremien entschieden werden, ob die Erfassung der Belegungssituation nach der Projektphase weitergeführt und auf weitere Park + Ride-Anlagen ausgeweitet werden kann. In der Region Stuttgart gibt es über 100 Park + Ride-Anlagen mit 50 bis 700 Stellplätzen. Im Bereich des Pilotprojekts verfügt die kleinste Anlage über 49 Plätze (Schorndorf) und die größte über 520 Stellplätze (Waiblingen).