Domänenintegration Nur ein Steuergerät für Kombi-Instrument, Head Unit und Android-System

Mit Hilfe von Virtualisierungstechniken können auf einem Steuergerät unterschiedlichste Anwendungen laufen.
Mit Hilfe von Virtualisierungstechniken können auf einem Steuergerät unterschiedlichste Anwendungen laufen.

Am Beispiel einer Interior-Domänenintegration zeigt Continental, wie sich die Steuerelektronik für unterschiedliche Systeme auf einem einzigen Steuergerät integrieren lassen. Dabei kommt die Hypervisor-Technik von Sysgo zum Einsatz, die drei virtuelle Maschinen auf einem Multicore-Prozessor bereitstellt.

Im Cockpit moderner Fahrzeuge laufen immer mehr Elektronikstränge zusammen. Neben einer wachsenden Zahl von Fahrzeugsystemen gehören dazu Multimediaanwendungen sowie die boomende Welt des Internets, der Cloud und der mobilen Unterhaltungselektronik. Die in Zusammenarbeit mit Sysgo ins Auto transferierte Hypervisor-Technologie erlaubt es, so unterschiedliche Software-Technologien wie AUTOSAR-Systeme, GENIVI-Anwendungen und Android-Apps gemeinsam zu betreiben. Dazu teilt der Hypervisor Ressourcen wie z.B. die Rechenleistung eines Multikern-Prozessors in mehrere virtuelle Rechner auf.

Was mit dieser Technik möglich ist, zeigt Continental am Beispiel einer Interior-Domänenintegration, bei der die Steuerelektronik eines Kombi-Instruments, einer Head Unit und eines Android-Systems auf einem einzigen Domänensteuergerät integriert ist. Der Fahrer sieht deshalb ein durchgehendes, in sich stringentes HMI, das sich trotz situativ wechselnder Inhalte immer gleich bedienen lässt. Auf der Ebene der Software-Technologie hat die Virtualisierung den Vorteil, dass unterschiedliche Software strikt separiert parallel betrieben wird: Selbst wenn eine Anwendung aus der Unterhaltungselektronik auf einer virtuellen Maschine Probleme bereitet, laufen die anderen Anwendungen unbeeinflusst weiter. Unterschiedliche Sicherheitsanforderungen und gänzlich verschiedene Software-Lebenszyklen können so auf einer Hardware koexistieren.