Integration von Mediaplayern in das Infotainment-System des Fahrzeugs Musik immer dabei

Es liegt nahe, die leistungsfähigen modernen Mediaplayer auch in die Infotainment-Architektur eines Automobils einzufügen. Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden, deren Bewältigung durch herstellerübergreifende Arbeitsgremien aber angegangen wird.

Integration von Mediaplayern in das Infotainment-System des Fahrzeugs

Es liegt nahe, die leistungsfähigen modernen Mediaplayer auch in die Infotainment-Architektur eines Automobils einzufügen. Das ist mit einigen Herausforderungen verbunden, deren Bewältigung durch herstellerübergreifende Arbeitsgremien aber angegangen wird.

Musikunterhaltung ist ein selbstverständlicher Bestandteil des Funktionsangebots im Fahrzeug. Neben dem klassischen Rundfunkempfänger hat der wachsende Marktanteil von Mediaplayern dazu geführt, dass diese CE-Geräte (Consumer Electronics) ins Infotainmentsystem des Fahrzeugs einzubinden sind.

Der erste Schritt in diese Richtung war die Integration einer analogen Stereobuchse (Klinkenstecker), über die ein Musiksignal in die Fahrzeug-Audioanlage eingespeist werden kann. Wegen der fehlenden Ladefunktion ist damit allerdings ein geringer Bedienkomfort verbunden.

Um dies zu verbessern, muss der Mediaplayer vielmehr vollständig in das Bedienkonzept des Fahrzeugs integriert werden. Dies bedeutet dessen Steuerung über die Bedienelemente im Fahrzeug, die Anzeige der Medieninhalte des Players auf den Displays im Fahrzeug und die elektronische Integration in das Fahrzeug-Audio-Management.

Zusätzlich muss eine möglichst weit reichende Kompatibilität zu den am Markt verfügbaren Mediaplayern sichergestellt sein, was im Wesentlichen bedeutet, dass verschiedene Schnittstellen und Protokolle unterstützt werden müssen. Für den Benutzer soll dies in der Bedienung aber weitgehend transparent sein.

Letztlich müssen Betrieb und Bedienung eines Mediaplayers im Fahrzeug mit der Nutzung eines modernen Home-Entertainment-Systems vergleichbar sein und die Steuerung aller Funktionen, die vollständige Audio-Integration in das Fahrzeugsystem sowie das Laden des Akkus des Mediaplayers mit einschließen. Aktuelle Vertreter solcher Integrationskonzepte sind Audis „Music Interface“ (Bild 1), BMWs „USB-Audio-Schnittstelle“, Daimlers „Media Interface“ (Bild 2), Porsches „Universelle Audioschnittstelle“ und Volkswagens „Media Device Interface“ (Bild 3).

Derzeit sind drei verschiedene Klassen von Mediaplayern in aktuelle Infotainment-Systeme integrierbar – sie unterscheiden sich in der verwendeten Schnittstelle bzw. in den Protokollen. Hierbei handelt es sich um Geräte der „Universal Serial Bus (USB) Mass Storage Class“ (MSC) [1], um AppleiPods [2] und um Geräte mit dem „Media Transfer Protocol“ (MTP) [3]. Bedingt durch die dabei genutzten unterschiedlichen Schnittstellen ergibt sich jeweils auch ein unterschiedlicher Implementierungsaufwand im Fahrzeug.

Im Fall von Mediaplayern mit einer USB-MSC-Schnittstelle wird der angeschlossene Player als Massenspeicher verwendet. Dies impliziert, dass einfache USB-Sticks sowie USB-Festplatten ebenfalls verwendet werden können. Ein angeschlossenes Gerät enthält also die Musikinhalte, die vom Infotainment-System im Fahrzeug wiedergegeben werden. Die Abspielfunktionen Play, Stop, Pause, Skip etc. werden vom Infotainment-System ausgeführt, und somit müssen die entsprechenden Decoder und Rechenleistung vorhanden sein. Unterstützte Formate sind unter anderem die verbreiteten Medienformate mp3, wma und aac, während Musikinhalte mit digitaler Rechteverwaltung (Digital Rights Management, DRM) und der damit verbunden Problematik nicht abgespielt werden können. Aktuelle Pressemeldungen bestätigen den Verzicht auf die Unterstützung der DRM-Mechanismen.