Karte ergänzt Sensoren

Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance System, ADAS) umfassen innovative und technische Entwicklungen, die während der Fahrt zu mehr Sicherheit und Komfort beitragen. Ebenso können sie auch den Spritverbrauch und den Schadstoffausstoß reduzieren.

Fahrerassistenzsysteme (Advanced Driver Assistance System, ADAS) umfassen innovative und technische Entwicklungen, die während der Fahrt zu mehr Sicherheit und Komfort beitragen. Ebenso können sie auch den Spritverbrauch und den Schadstoffausstoß reduzieren.

Die elektronischen Assistenten liefern Informationen, mit denen Fahrer in Bruchteilen von Sekunden eine Entscheidung treffen können. Assistenzsysteme, die auf digitalen Karten von Navteq (www.navteq.com) basieren, können über den Streckenverlauf oder die Umgebung Aufschluss geben. Dazu zählen Informationen zum bevorstehenden Streckenverlauf und zu Gefahren wie scharfen Kurven und steilen Hügeln, bei denen ein Manöver notwendig sein könnte. In diesen und anderen Fahrsituationen können Fahrerassistenzsysteme den Fahrer mit visuellen, akustischen oder auch haptischen Signalen warnen. In manchen Fällen können die Systeme das Fahrzeug auch automatisch beschleunigen und abbremsen. Da die Fahrassistenzsysteme in die normalen Funktionen des Fahrzeugs integriert sind, lassen sich dadurch Fahrkomfort und Sicherheit erhöhen.

Studien zeigen, dass sich die Verbraucher vor allem für Lösungen interessieren, die zum einen die Umwelt schonen und zum anderen die Sicherheit erhöhen. In einer Umfrage hat Navteq in Deutschland 504 Personen – Besitzer von festinstallierten und mobilen Navigationssystemen – befragt. Von sieben Fahrassistenzsystemen würden sich die deutschen Fahrer in erster Linie für eine Unterstützung entscheiden, mit der sie Sprit einsparen können, gefolgt von einem Überholassistenten.

Gängige Assistenzsysteme wie ABS oder Fahrspurwarnsysteme basieren auf Sensoren. Weitere Möglichkeiten eröffnen sich jedoch für ADAS-Anwendungen, die auf digitalen Kartendaten und dem Global Positioning System (GPS) aufbauen.

Mit Hilfe von GPS kann die exakte Position des Fahrzeuges bestimmt werden, und die digitale Karte kann Aufschluss darüber geben, was den Fahrer auf der unmittelbar voraus liegenden Strecke erwartet (Bild 1). Dabei sind die Angaben im Vergleich zu Sensoren exakter und genauer – so entsteht ein „Electronic Horizon“.

Der patentierte „Navteq Electronic Horizon“ ist inzwischen Teil mehrerer neuer kartenbasierter ADAS-Lösungen. Da derartige Systeme über die Lage von Kurven, Hügeln, Kreuzungen und Ampeln informiert sind, können sie dem Fahrer Hinweise geben, so dass er möglichst wenig Sprit verbraucht.

Ein weiteres Beispiel sind Fahrspurwarnsysteme: Diese können Fahrstreifenbegrenzungen auch unter schlechten Bedingungen oder bei sich verändernder Umgebung zuverlässiger erkennen.

Die Besonderheiten der voraus liegenden Strecke zu kennen, ist auch bei den Anwendungen „Speed Change Recognition“ und „Curve Speed Warning“ Voraussetzung (Bild 2). So können sich Fahrer automatisch warnen lassen, wenn sie die zulässige oder die realistisch mögliche Geschwindigkeit überschreiten. Möglich ist dies, da digitale Karten Informationen über die vorgegebenen Tempolimits enthalten, aber auch Informationen darüber, welche Geschwindigkeit die Gegebenheiten einer Straße überhaupt zulassen. Diese Informationen können dann mit dem aktuellen Tempo des Fahrzeugs abgeglichen werden, und gegebenenfalls erhält der Fahrer eine Warnmeldung. Ebenso ist die direkte Verbindung mit dem Gaspedal zur automatischen Unterstützung machbar: Steuert der Fahrer zu schnell auf eine enge Kurve zu, wären die Assistenten in der Lage, die Geschwindigkeit zu reduzieren.

Während einige kartenbasierte Fahrerassistenz-Anwendungen noch Zukunftsmusik sind, haben sich einige Assistenten bereits in der Praxis bewährt. Um Fahrten auf kurvigen Strecken so übersichtlich wie möglich zu halten, können Autofahrer durch „Predictive Headlights“ unterstützt werden: Abhängig vom Einschlagwinkel des Lenkrads werden die Scheinwerfer auf die Kurvenkrümmung ausgerichtet. Einen Schritt weiter gehen Lösungen, die auf digitalen Kartendaten basieren. Sie leuchten die Kurve schon vor dem eigentlichen Einfahren aus. Da der Autofahrer bereits vorab die ausgeleuchtete Kurve wahrnimmt, kann er sein Fahrverhalten rechtzeitig anpassen oder möglichen Gefahren frühzeitig ausweichen.